Ort: Oberelsbach Bundesland: Bayern Handlungsfeld: Etablierung einer Bildungslandschaft, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Natur- und Heimaterfahrungen ermöglichen Aktiv seit: 1974 Wirkungsradius: Landgemeinde Partner: Kommune, alle Bildungseinrichtungen im Ort, Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V., Umweltbildungsstätte Oberelsbach
Kontakt: Markt Oberelsbach, Björn Denner (Erster Bürgermeister), rathaus[@]oberelsbach.de
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Die Rhön bietet vielen Tieren und Pflanzen ideale Lebensbedingungen. Im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats liegt der Markt Oberelsbach. Damit sich die rund 300 Kinder der Gemeinde genauso wohlfühlen wie die heimische Flora und Fauna, vereint das Bündnis Biosphärenkinder die Lernangebote vor Ort. Die Fach- und Lehrkräfte der zwei Kitas, der Krippe, des Horts sowie der Grundschule tauschen sich täglich aus, um die Übergänge fließend zu gestalten und schon den Jüngsten ein naturnahes Aufwachsen zu ermöglichen. Das Mittagessen wird für alle Kinder in der lokalen Umweltbildungsstätte gekocht. Wo die saisonalen Bio-Produkte dafür herkommen, erfahren sie beim monatlichen Besuch auf dem Bauernhof. Bei regelmäßigen Waldtagen, selbst entwickelten Projekten im Biosphärenreservat, Ausflügen zu Imker oder Schäfer wachsen die Kinder weiter zusammen – und lernen viel über Themen wie Nachhaltigkeit und Artenschutz. So wird das ganze Dorf mitsamt seiner Umgebung zum Bildungsraum für Kinder.
Ort: Hamburg Bundesland: Hamburg Handlungsfeld: Sprachliche und kulturelle Bildung, Multikulturalität, Integration, Elternbeteiligung Aktiv seit: 2016 Wirkungsradius: Verschiedene Stadtteile Partner: Kindertagesstätten, Grundschulen, Bibliotheken, interkulturelle Zentren
Kontakt: Sprachkitabande, c/o Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e.V., Cordelia Schnell (Fachberatung), cordelia.schnell[@]caritas-im-norden.de
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Die Kinder in Hamburg wachsen in Familien mit unterschiedlichen sozioökonomischen Hintergründen und Bildungsressourcen auf. Für viele ist Eddi, der Steinpilz, ein treuer Weggefährte. Das Maskottchen der Sprachkitabande begleitet die Kinder aus 14 Sprach-Kitas überall in der Stadt in Geschichten, Liedern und auf gemeinsamen Ausflügen. Ob beim Theaterspielen, Laternenbasteln oder Betrachten der eigenen Werke im „Schatzordner“ – zusammen mit Eddi entdecken sie verschiedene Sprachen, Kulturen und die Natur ihres Lebensraums. Diese Erlebnisse ermutigen sie, sich aktiv zu beteiligen. Neben der Sprachentwicklung fördert das Bündnis so auch das Selbstwertgefühl und den Zusammenhalt der Jüngsten. Eltern und die Kita-Fachkräfte bringen sich ebenfalls ein: Sie teilen Geschichten und Bräuche aus ihren Kulturen und tragen damit zum besseren interkulturellen Verständnis bei. So sorgt ein kleiner Steinpilz dafür, dass sich die Kinder und ihre Familien in Hamburg willkommen und wohlfühlen.
Ort: München Bundesland: Bayern Handlungsfeld: mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit durch den Abbau von herkunftsbedingten Bildungsbenachteiligungen Aktiv seit: 2015 Wirkungsradius: Stadtbezirk Partner: Quartiersleitung KiTA, Kita-Leitungen, KiTZ-Fachkräfte, Leitung Bildung im Quartier, BildungsLokal, Leitung Fachstelle und Kontaktstelle Frühe Förderung
Kontakt: Referat für Bildung und Sport, PI – ZKB Bildung im Quartier, BildungsLokal, Agnieszka Papierowski (Lokale Bildungsmanagerin), a.papierowski[@]muenchen.de
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Die AG Frühe Bildung und Förderung ist im Münchner Westen aktiv. Das Bündnis gründete sich 2015 mit dem Ziel, Familien mit Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung die Ankunft im Stadtteil zu erleichtern. Das Bündnis bietet vor allem kostenfreie Begegnungs-, Freizeit- und Beratungsangebote wie Hilfe bei der Kitaplatzsuche, Sprachkurse oder medienpädagogische Workshops an. Zudem bezieht es alle Kinder und ihre Familien aktiv im Stadtteil ein und lässt sie mitentscheiden. Das Bündnis erstellt passgenaue Angebote für die Menschen vor Ort und erreicht die Familien dort, wo sie sich gerne aufhalten. In Workshops haben pädagogische Fachkräfte gemeinsam mit den Familien beispielsweise alte, baufällige Spielplätze neugestaltet. Damit diese auch weiterhin schön bleiben, übernehmen die Familien im Quartier die Patenschaft. Über die Jahre ist aus einem anfänglichen Facharbeitskreis ein breit aufgestelltes Bündnis entstanden, das die Familien nachhaltig vor Ort unterstützt und ihnen Selbstbewusstsein und Mut gibt.
Netzwerk Familienzentren LaDaDi Dritter Platz 2024
Ort: Landkreis Darmstadt-Dieburg Bundesland: Hessen Handlungsfeld: unbürokratische und präventive Unterstützung von Familien, institutionsübergreifender Wissensaustausch, Partizipation Aktiv seit: 2011 Wirkungsradius: gesamter Landkreis Partner: Fachkräfte aus 12 Familienzentren, deren lokale Kooperationspartner, Institutionen und Akteure aus dem Netzwerk Frühe Hilfen des Landkreises
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Der Landkreis Darmstadt-Dieburg startete 2013 ein Förderprogramm, um Familien niedrigschwellig und bedarfsorientiert zu unterstützen: Fünf Jahre begleiteten die Fachstelle Frühe Hilfen und die Kita-Fachberatung dafür zwölf Kitas auf dem Weg zu Familienzentren. Damit war der Grundstein für das Netzwerk Familienzentren LaDaDi gelegt. Mittlerweile treffen sich die Fachkräfte der beteiligten Einrichtungen regelmäßig, tauschen Erfahrungen aus und bilden sich gemeinsam fort. Die gewonnenen Erkenntnisse geben sie an lokale Akteur*innen weiter und entwickeln mit ihnen vielfältige Angebote. Im Mittelpunkt steht immer das Wohl der Familien. Ob durch Marte Meo Beratung, gebärdenunterstützte Kommunikation oder Hausbesuch – nach dem Early Excellence-Ansatz werden die Kinder individuell gefördert und Eltern als Erziehungsexperten gestärkt. Jung und Alt bringen sich aktiv im Bündnis ein und teilen etwa bei der Talentbörse ihr Wissen in Sachen Sport, Kochen oder Musik. So ist ein Netzwerk entstanden, das alle Familien von Anfang an unterstützt.
Das sagt die Jury
Systematisch bringt das Bündnis Bildungseinrichtungen, soziale Dienste, die Politik sowie lokale Akteurinnen und Akteure zusammen, wodurch vorhandene Ressourcen zielgerichtet und unbürokratisch bei den Familien im gesamten Landkreis ankommen. Die integrative und kooperative Herangehensweise des Netzwerks kann als vorbildliches Modell für andere Regionen dienen. Besonders beeindruckt hat die Jury, wie sich Kita-Praxis und Politik gegenseitig bereichern. Die vor Ort gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine familienfreundliche Infrastruktur ein, von der wiederum die Familien und Fachkräfte profitieren. Die Arbeit des Bündnisses orientiert sich vorbildlich an den Lebenswelten der Familien. Um sie besser zu verstehen, besuchen die Fachkräfte die Kinder und Eltern zuhause oder erkunden mit ihnen deren Wohnort, was passgenaue Unterstützung ermöglicht.
Die Begründung unserer Jury in voller Länge
Die Stärke dieses Bündnisses liegt in seiner systematischen Vernetzung der Familienzentren, verschiedener sozialer Dienste, weiterer Bildungseinrichtungen und lokaler Akteur*innen, die gemeinsam ein hochprofessionelles und innovatives Modell schaffen. Durch die starke Einbindung der Lokalpolitik wird das Bündnis nicht nur ernst genommen, sondern erhält auch die notwendige Unterstützung, um seine Ziele nachhaltig zu verfolgen. Besonders hervorzuheben ist, dass das Bündnis die Lebenswirklichkeiten der Familien gezielt wahrnimmt und sie aktiv stärkt. Die enge Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträger*innen bildet ein breites gesellschaftliches Fundament, das für die Wirksamkeit und den langfristigen Erfolg des Bündnisses von entscheidender Bedeutung ist. Dieses Vorgehen kann als Vorbild für die Schaffung ähnlicher Bündnisse in anderen Regionen dienen und stellt ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation im Sozialraum dar.
Das Bündnis zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit und das gegenseitige Voneinanderlernen aus. Es basiert auf einem gemeinsamen pädagogischen Konzept, das sowohl die Bedürfnisse von Kindern als auch von Eltern ernst nimmt und in die Gestaltung der Angebote integriert. Besonders hervorzuheben ist die enge Einbindung und aktive Teilnahme der Eltern, zum Beispiel durch Hausbesuche. Dieser Ansatz fördert nicht nur die individuelle Unterstützung der Familien, sondern stärkt auch das Vertrauen in das Netzwerk.
Ein herausragendes Merkmal des Bündnisses ist, dass es nicht nur auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Familien reagiert, sondern auch präventiv handelt und für gesellschaftliche Herausforderungen wie die Folgen der Corona-Pandemie oder des Ukraine-Kriegs sensibilisiert. Hier zeigt sich die hohe Flexibilität des Bündnisses, schnell und zielgerichtet auf bestehende Bedarfe zu reagieren bzw. diese zu antizipieren.
Der kontinuierliche Austausch und die enge Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften aus verschiedenen Bereichen sorgen dafür, dass Ressourcen effizient genutzt und Kompetenzen gebündelt werden. Dies führt nicht nur zu einer höheren Qualität der Angebote, sondern spart auch Kosten. Durch die gegenseitige Unterstützung innerhalb des Netzwerks werden externe Expertisen gezielt und nachhaltig eingesetzt, wodurch zusätzliche finanzielle Ressourcen für die Familienzentren freigesetzt werden. Diese Praxis der Ressourcenteilung stellt sicher, dass das Bündnis seine Wirkung langfristig entfalten kann.
Durch die gezielte Einbindung der Politik wird das Bündnis nicht nur anerkannt, sondern erhält auch die nötige Unterstützung für seine Projekte und Ziele. Die enge Zusammenarbeit mit politischen Gremien sorgt dafür, dass das Bündnis eine breite gesellschaftliche Grundlage erhält und die Bedeutung frühkindlicher Bildung und sozialer Unterstützung in der breiten Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird. Die regelmäßige Kommunikation über die Projekte und Erfolge stärkt nicht nur das Vertrauen in das Bündnis, sondern trägt auch zur Schaffung einer breiten Basis für zukünftige Initiativen bei.
Ein weiteres Merkmal des Bündnisses ist die Vielfalt an Angeboten und Formaten. Die Fortbildungsangebote zu wichtigen Themen wie der Unterstützung von Kindern im Autismus-Spektrum und die kontinuierliche Weiterbildung der Fachkräfte stellen sicher, dass das Bündnis immer auf dem neuesten Stand der Forschung und Praxis arbeitet. In die Entwicklungsprozesse werden sowohl die Kinder als auch die Eltern aktiv einbezogen. Diese fortlaufende Weiterentwicklung und Sensibilisierung für neue Herausforderungen zeigt, dass das Bündnis in der Lage ist, sich kontinuierlich zu verbessern und auf die Bedürfnisse der Familien und des Sozialraums einzugehen.
Die Beteiligten legen großen Wert auf eine positive Atmosphäre im Bündnis. Optimistische und anpackende Menschen, die sich für das Wohl der Kinder und Familien einsetzen, bilden die Grundlage für den Erfolg des Bündnisses. Es ist offensichtlich, dass eine „Bündnisarbeit im Sinne der Kinder“ für alle Beteiligten selbstverständlich ist. Dieses Engagement für das Wohl der Kinder und Familien wird durch die enge Zusammenarbeit und das Miteinander der verschiedenen Akteur*innen verstärkt. Dabei wird auch die Rolle der Eltern als Ressource gesehen, was sich in einer Vielzahl von Formaten des beteiligungsorientierten Austauschs widerspiegelt.
Ein besonders positives Element ist der kollaborative Ansatz des Bündnisses, der den Austausch von Ideen und Lösungen fördert. Dies führt nicht nur zum Erfolg der einzelnen Projekte, sondern stärkt auch den Zusammenhalt innerhalb des Bündnisses. Das Bündnis ist noch lange nicht am Ende seiner Reise, sondern hat klare Perspektiven für die weitere Zielverwirklichung und -erweiterung. Dies zeigt sich auch in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Ziele und der Ausrichtung auf zukünftige Herausforderungen.
Insgesamt stellt das Bündnis durch seine integrative und kooperative Arbeitsweise ein vorbildliches Modell für die Zusammenarbeit zwischen Familienzentren und weiteren Einrichtungen im sozialen Bereich dar. Es zeigt eindrucksvoll, wie durch die gezielte Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen, die aktive Einbindung der Eltern und die enge Zusammenarbeit mit der Politik ein nachhaltiges und effektives Unterstützungsnetzwerk geschaffen werden kann. Das Bündnis setzt wichtige Impulse für die frühkindliche Bildung und soziale Unterstützung. Die hohe Professionalität, das Engagement und die Vision der Beteiligten machen dieses Bündnis zu einem herausragenden Beispiel für gelungene Kooperation und langfristige Wirkung im Sozialraum.
Ort: Münzenberg Bundesland: Hessen Handlungsfeld: Optimierung des Übergangs von Kita zur Schule, Stärkung der sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, Gewaltprävention, Demokratiebildung und Partizipation Aktiv seit: 2021 Wirkungsradius: Kleinstadt Partner: Kooperationsteam der Stadt Münzenberg, Grundschule, 4 Kitas, Kinder- und Jugendbüro, Geflüchteten-Betreuungsteam, lokale Vereine, Elternbeiräte
Kontakt: Stadt Münzenberg, Monika Mrozek (Koordinatorin der Kooperation), m.mrozek[@]muenzenberg.de
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Die gute Anbindung an den Ballungsraum Frankfurt am Main und die Nähe zur Natur zieht viele Familien ins hessische Münzenberg. Hier sorgt das Bündnis Schritt für Schritt dafür, dass die Kinder aller Familien – ob alteingesessen, zugezogen oder mit Fluchtgeschichte – gleiche Chancen erhalten und teilhaben können. Die von der Stadt beauftragten Koordinatorinnen und die Grundschule vereinen zusammen mit Kitas und weiteren Akteuren ihre Ressourcen für eine bunte Palette an Angeboten. So kicken Kita- und Schulkinder gemeinsam in der Fußball-AG, gestalten den Spieltreff, entspannen bei Yoga oder planen das nächste Stück fürs Kindertheater. Das erleichtert nicht nur den Übergang von Kita zu Schule, sondern stärkt auch das Miteinander. Dass ihre Stimme zählt, erfahren Jung und Alt, indem sie ihre Ideen in den Kinderstadtplan einbringen, an Kinderfragerunden mit der Bürgermeisterin teilnehmen oder über den neuen Bündnisnamen abstimmen. So werden Konflikte gemeinsam gelöst – und Schritt für Schritt Großes erreicht.
Ort: Dortmund Bundesland: Nordrhein-Westfalen Handlungsfeld: Förderung des Spracherwerbs und der Medienkompetenz von Kindern, Fortbildung der Fachkräfte in den Bereichen Diversität, Rassismus und Gewaltprävention Aktiv seit: 2010 Wirkungsradius: Quartier Partner: FABIDO, Familienbildung Dortmund, uzwei, Kunstreich im Pott e.V., Kitas sowie weitere Kooperationspartnerinnen und -partner je nach Jahresthema
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„Und Action!“ – in den Kitas der Dortmunder Nordstadt arbeiten jedes Jahr Kita-Kinder an einem Filmprojekt. Das Bündnis Dortmunder Nordstadt hat sich die Förderung von Medienkompetenz und Spracherwerb auf die Fahne geschrieben. Dafür arbeiten Künstler*innen und pädagogische Fachkräfte Seite an Seite zusammen: Verschiedene Themen wie Missbrauchsprävention, Gefühle, Selbstbestimmung oder der eigene Körper werden in Workshops mit Kindern und Eltern bearbeitet. Einmal im Jahr wird dafür ein Film an einer Kita produziert. Drei- bis Sechsjährige erstellen ein eigenes Drehbuch, animieren ihren Film und produzieren die Musik. Am Ende wird ihr Film im Kino oder auf Filmfestivals ausgestrahlt, zu denen das Bündnis zusammen mit den Familien reist. In den vergangenen Jahren holten sie sogar Preise beim Deutschen Jugendfilmpreis und dem Deutschen Multimediapreis. Zusammen mit dem Bündnis Dortmunder Nordstadt gehen Kinder und Eltern selbstbewusst nicht nur in den Kinosaal, sondern auch ins Leben.
Das sagt die Jury
Das Bündnis begegnet Kindern und ihren Familien stärkenorientiert und auf Augenhöhe. Kinder werden in ihren individuellen Potenzialen stets gefördert. Dem Bündnis gelingt es hervorragend die Kinder in einem hochbelasteten Stadtteil durch niedrigschwellige Bildungsangebote für Kunst und Kultur zu begeistern und sie diese auch aktiv mitgestalten zu lassen. Das Bündnis nutzt kreative Formate, um Sprachförderung und kulturelle Teilhabe zu kombinieren und gleichzeitig wichtige Themen wie Rassismus, Gewaltprävention und Diversität aufzugreifen. Ein Paradebeispiel für Partizipation: Kinder sind die Hauptakteur*innen und entscheiden, inwieweit sie die Erwachsenen in ihre Projekte einbeziehen. Sie erarbeiten selbst die Ideen und Geschichten für ihre Filmprojekte und bestimmen aktiv, wie sie sich einbringen möchten. Die ausgeprägte Multiprofessionalität macht das Bündnis so stark. Kita-Teams und Kulturschaffende arbeiten eng zusammen. Jeder und jede bringt hierbei seine individuellen Stärken ein. Das Lernen im Prozess wird als Bereicherung erlebt und vorgelebt. Das eigene Wirken wird beständig mit Blick auf etwaige Diskriminierungsmomente und strukturelle Rassismen reflektiert. Mögliche Stereotype werden so aktiv bewusst gemacht und abgebaut.
Die Begründung unserer Jury in voller Länge
Das Bündnis Dortmunder Nordstadt zeichnet sich durch eine breite Palette an Lern- und Fördermöglichkeiten für Kinder und Familien aus. Durch die enge Zusammenarbeit eines multiprofessionellen Teams, das neben pädagogischen Fachkräften auch Künstler*innenund Theaterpädagog*innen umfasst, wird die Arbeit mit den Kindern und Familien um verschiedene Perspektiven erweitert. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, kreative und vielfältige Lernmethoden zu entwickeln, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen der Kinder gerecht werden. Künstler*innen bringen ihre Expertise in den Bereichen Musik, bildende und darstellende Kunst ein, was den Kindern neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet und ihre Kreativität fördert. Theaterpädagog*innen wiederum schaffen Räume, in denen Kinder durch Rollenspiele und Inszenierungen Selbstbewusstsein und soziale Fähigkeiten entwickeln.
Dieser Ansatz fördert nicht nur die künstlerische Entfaltung der Kinder, sondern trägt auch zur Sprachentwicklung und emotionalen Intelligenz bei. Durch kreative Ausdrucksformen wie Malen, Schauspielern und Musizieren können Kinder ihre Gedanken und Gefühle auf nonverbale Weise mitteilen, was besonders für Kinder mit Sprachbarrieren oder geringen Deutschkenntnissen von großer Bedeutung ist. Die pädagogischen Fachkräfte bringen dabei ihre Erfahrung im Bereich der kindlichen Entwicklung und Sprachförderung ein, wodurch eine ganzheitliche Förderung erfolgt, die sowohl kognitiv als auch emotional und sozial wirkt.
Die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachkräften führt zu einem intensiven Austausch von Ideen und Methoden. Das kommt nicht nur den Kindern zugute, sondern bildet auch die Fachkräfte selbst weiter. Diese Vielfalt an Perspektiven sorgt dafür, dass jedes Kind auf individuelle Weise angesprochen wird, wodurch eine inklusive und differenzierte Förderung gewährleistet ist. Das Resultat ist eine reichhaltige und dynamische Lernumgebung, in der die Kinder in ihrem eigenen Tempo wachsen können, unterstützt von einem Team, das sowohl die künstlerischen als auch die pädagogischen Potenziale voll ausschöpft.
Kulturelle Angebote wie Kunst, Theater und Musik werden auch genutzt, um eine Brücke zu den Eltern zu bauen. Dadurch können diese nicht nur die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder unterstützen, sondern auch deren spezifische Talente entdecken. Durch die eröffneten Zugänge erfährt oft die gesamte Familie mehr Teilhabe am kulturellen Leben. Das Bündnis setzt einen besonderen Akzent auf die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund durch gezielte Medien- und Kulturprojekte, die über Medienkompetenz hinaus auch die Resilienz, das Zusammengehörigkeitsgefühl und ein wertschätzendes Miteinander stärken.
Das Engagement aller Beteiligten in der Bündnisarbeit ist besonders wertvoll. Die offene Haltung und das Zusammenwirken unterschiedlicher Professionen schaffen eine lebendige, vertrauensvolle und lernorientierte Atmosphäre. Kitas arbeiten nicht isoliert, sondern als Teil eines Teams, das kooperiert und gemeinsam an Lösungen arbeitet. Die Partizipation der Kinder steht im Mittelpunkt: Die Kinder sind die Hauptakteur*innen und entscheiden selbst, wie sie sich einbringen möchten, aber auch in welchem Umfang sie die Erwachsenen in ihre Projekte einbeziehen. Sie entwickeln eigenständig Ideen und Geschichten für Filmprojekte und bestimmen aktiv, wie sich ihr Projekt entfaltet. Durch kreative Formate werden Sprachförderung und kulturelle Teilhabe kombiniert, während gleichzeitig wichtige Themen wie Rassismus, Gewaltprävention und Diversität auf fachlicher Ebene behandelt werden.
Die Präsentation der von den Kindern erstellten Filme in Kinos und auf Festivals ist etwas ganz Besonderes und stärkt das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Durch nonverbale Interaktionsformate wird eine gleichberechtigte Teilnahme aller Kinder ermöglicht. Das Bündnis trägt mit seiner Arbeit somit zu einer authentischen und diskriminierungsarmen Partizipation bei.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelingt es dem Bündnis, durch ressourcenorientierte und kreative Bildungsangebote die Talente der Kinder zu fördern und sie in ihrer Resilienz zu stärken. Die enge Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen und pädagogischen Fachkräften schafft einen produktiven Austausch, der sowohl den Kita-Alltag als auch die künstlerischen Prozesse bereichert. Auch die Familien der Kinder werden in das kulturelle Leben einbezogen, was die gesamte familiäre Teilhabe stärkt. Das Bündnis ist ein beeindruckendes Beispiel für multiprofessionelle Zusammenarbeit. Es fördert nicht nur die Talente der Kinder, sondern eröffnet auch neue Horizonte durch Kunst und Kultur. Besonders bemerkenswert ist der kreative Ansatz, der es Kindern und ihren Familien ermöglicht, auf einer ganz neuen Ebene teilzuhaben, zu lernen und zu wachsen.
Ort: Pirmasens Bundesland: Rheinland-Pfalz Handlungsfeld: Bildung und Teilhabe, Erkunden der Welt, Ernährung und Gesundheit, Hilfe zur Selbsthilfe Aktiv seit: 2008 Wirkungsradius: Kleinere Mittelstadt Partner: Kommunale und freie Träger, Quartierszentren, Kitas, Schulen, Unternehmen, Zivilgesellschaft
Kontakt: Stadtverwaltung Pirmasens, Martina Fuhrmann (Koordinatorin), martinafuhrmann[@]pirmasens.de
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Für bessere Bildungs- und Teilhabechancen der Kinder und Jugendlichen bündelt das Bündnis Pakt für Pirmasens die Kräfte aller, die sich engagieren können und wollen: kommunale und freie Träger, Vereine, Unternehmen, Haupt- und Ehrenamtliche. Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ koordiniert und finanziert das Netzwerk niedrigschwellige Angebote, die von Kindern, Eltern und Fachkräften vorgeschlagen und umgesetzt werden. Initiativen wie Eltern-Kind-Gruppen, Natur- und Aufräumaktionen im Park, gesundes Kita-Frühstück oder die Kinder-Ernährungsberatung „LeckerSchmecker-Detektive“ sind wahre Herzensprojekte. Schülerinnen und Schüler geben einander Nachhilfe oder bessern bei Gemeinschaftsaktionen ihr Taschengeld auf. So bringen Jung und Alt ihre Stärken ein, um die Bildungschancen der Kinder in der Stadt zu verbessern.
Bündnis für gesundes Aufwachsen von Kindern Zweiter Platz & DGB-Zusatzpreis 2024
Ort: Dresden Bundesland: Sachsen Handlungsfeld: gesundes Aufwachsen von Kindern, sozialräumliche Zusammenarbeit, gelingende Zugänge zu Unterstützungsstrukturen für Familien, Professionalisierung von Fachkräften Aktiv seit: 2014 Wirkungsradius: Stadtteil Dresden-Prohlis Partner: Stadt Dresden, Kitas, Grundschulen, Allgemeiner Sozialer Dienst, Kinder- und Jugendärztlicher Dienst, Familienhebammen, Beratungsstelle für Kinder-, Jugendliche und Familien, offene Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Stadtteilrunde Prohlis
Kontakt: Roman Haasler, KiNET-Netzwerkkoordination
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Das Bündnis für gesundes Aufwachsen von Kindern ist seit mehreren Jahren im Dresdener Stadtteil Prohlis aktiv. Mit dem Ziel, der steigenden Kinderarmut dort zu begegnen und die Chancengerechtigkeit zu erhöhen, setzen die Bündnisakteure auf Prävention durch Vernetzung und Partizipation. Als zentrale Schnittstelle zu Kindern und Familien sind 14 Kindertageseinrichtungen Teil des Bündnisses. Abstimmungen erfolgen in professions- und leistungsfeldübergreifenden Arbeitsformaten. So fließen Erfahrungen direkt in die Überlegungen zu Unterstützungsangeboten ein. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass Kinder und Familien gelingende Zugänge zu diesen Angeboten haben: zum Beispiel durch Stadtteilrallyes für Vorschulkinder, Kooperationen der Kitas mit offenen Angeboten, einen Familienkiosk, der Kurzzeitbegleitung für Eltern bis hin zur Gesundheitsberatung durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst.
Das sagt die Jury
Mit dem Ziel, der Kinderarmut zu begegnen und die Chancengerechtigkeit im Stadtteil zu erhöhen, setzen die Akteure auf Prävention durch die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Beindruckt hat die Jury, wie multiprofessionell das Bündnis aufgestellt ist.Vom Allgemeinen Sozialen Dienst über Kitas bis hin zur Familienberatung arbeiten alle Hand in Hand.Die verschiedenen Sichtweisen ergeben ein ganzheitliches Bild, das den Akteuren erlaubt, passgenaue Angebote zu machen. Wie nah dran sie sind, zeigt das Beispiel von „Schwester Agnes“: Die Hebamme sucht Familien aktiv auf und begleitet Familien von der Geburt bis zum Übergang in die Kita. Herausragend ist, wie stärkenorientiert und sensibel die Akteure auf die Familien des hochbelasteten Stadtteils zugehen.
Die Begründung unserer Jury in voller Länge
Das Bündnis stellt ein herausragendes Beispiel für gelungene Kooperation im Sozialraum dar, bei dem die Bedürfnisse von Kindern und Familien im Mittelpunkt stehen. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt und Innovation der angebotenen Maßnahmen wie beispielsweise der Familienkalender, die Erste-Hilfe-Box für Eltern, die Stadtteil-Rallye, der Stadtteilplan oder der Stadtteil-Song. Diese Angebote sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sowohl die Familien informieren als auch deren praktische Bedürfnisse abdecken. Sie fördern die Teilhabe und bieten den Familien eine wertvolle Orientierung in ihrem Alltag.
Ein zentrales Merkmal des Bündnisses ist das hohe Engagement aller Beteiligten. Die Jury konnte deutlich erkennen, dass es den Akteur*innen darum geht, in einem Sozialraum mit multiplen Herausforderungen zum Wohl der Kinder und Familien beizutragen. Die Fachkräfte suchen die Familien aktiv im Sozialraum auf und sind außerhalb der Einrichtungen für sie ansprechbar. Dies ist ein Paradebeispiel für niedrigschwelliges und effektives Arbeiten im Sozialraum, das weit über die klassischen Angebotsstrukturen hinausgeht. Durch die enge Zusammenarbeit mit Gesundheitsdienstleister*innen und die regelmäßigen Informationskampagnen wird die Gemeinschaft für gesundheitsfördernde Maßnahmen sensibilisiert, was die Lebensqualität und die Chancengleichheit der betroffenen Kinder und Familien nachhaltig stärkt.
Es gelingt dem Bündnis hervorragend, fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit zu gestalten. So stellt die Integration von Gesundheitsförderung in die frühkindliche Bildung eine wertvolle Grundlage dar, um ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und die Resilienz der Familien zu stärken. Insbesondere die frühzeitige Unterstützung vor der Geburt ist bemerkenswert, da sie die Erziehungskompetenzen der Eltern nachhaltig fördert.
Das Bündnis überzeugt durch einen multiprofessionellen Ansatz, bei dem unterschiedliche Akteur*innen wie der Allgemeine Soziale Dienst, der kinderärztliche Dienst und Beratungsstellen miteinander vernetzt werden. Jede Kita hat eine Ansprechperson beim Sozialen Dienst, was eine niedrigschwellige Anlaufstelle für anonyme Fallbesprechungen und beratende Unterstützung bietet. Von der engen Verzahnung der verschiedenen Professionen und Institutionen profitieren vor allem die Familien. Der interdisziplinäre Austausch sorgt dafür, dass die Hilfe passgenau und bedarfsgerecht erfolgt.
Die Arbeitsweise des Bündnisses ist von einem hohen Maß an Professionalität geprägt. Besonders hervorzuheben sind die pragmatische Kommunikation und die Entwicklung wirksamer Maßnahmen, die direkt an den Bedürfnissen der Kinder und Familien ausgerichtet sind. Diese Herangehensweise ermöglicht eine schnelle und flexible Reaktion auf Herausforderungen, was für den Erfolg des Bündnisses entscheidend ist. Die Teammitglieder zeichnen sich durch eine positive Grundhaltung, ein hohes Maß an Armutssensibilität und eine große Wertschätzung gegenüber den Familien aus. Dies spiegelt sich in der respektvollen und kreativen Art und Weise wider, wie das Bündnis die Lebensrealitäten der Familien aufgreift und Lösungen entwickelt.
Darüber hinaus überzeugt das Bündnis durch seine Flexibilität und Effizienz im Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Budgets und Räume werden konkurrenzfrei geteilt. Das sorgt dafür, dass die verfügbaren Mittel optimal genutzt werden. Neue Fachkräfte im Stadtteil werden aktiv durch das Bündnis angesprochen und zur Mitarbeit eingeladen. Die zusätzlichen personellen Ressourcen, die Sachmittel und die Prozessbegleitung bieten den Fachkräften in den Kitas die notwendige Entlastung, um ihre Arbeit noch effektiver und zielgerichteter gestalten zu können.
Das Bündnis zeigt eindrucksvoll, wie durch die integrierte Zusammenarbeit von Fachkräften aus verschiedenen Bereichen passgenaue, innovative Angebote entwickelt werden und so ein nachhaltiger Beitrag zur Förderung von Chancengleichheit und sozialer Integration geleistet werden kann.
Das sagt der Deutsche Gewerkschaftsbund zum Zusatzpreis
Das Bündnis überzeugt durch den hohen Einsatz seiner Partner*innen, die Lebenssituation von Kindern in einem sozioökonomisch belasteten Stadtteil zu verbessern und Familien bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Ausgehend von dem Leitmotiv „Keine Kita, kein Familienzentrum, kein Kindertreff kann die komplexen Problemlagen der Kinder und Familien allein lösen!“ hat das Bündnis niedrigschwellige und zielgruppenorientierte Begegnungs- und Veranstaltungsformate wie Stadtteilrunden, Spielplatzbesuche, Elternveranstaltungen oder Feste entwickelt und geht damit direkt zu den Kindern und Familien.
Die Kita wird vom Bündnis als der Ort für Frühprävention verstanden, weshalb die Fachkräfte in den Kitas durch die Bündnispartner*innen in ihrer Arbeit mit benachteiligten Kindern und Familien unterstützt und gestärkt werden. Das Bündnis zeigt auf beeindruckende Weise, wie eine koordinierte multiprofessionelle Zusammenarbeit von Akteur*innen mit unterschiedlichen Expertisen und Aufgaben gelingen kann. Trotz unterschiedlicher Zuständigkeiten und Professionslogiken arbeiten alle Beteiligten eng zusammen und schützen sich gegenseitig vor Überforderung und Überlastung.
Das Bündnis beeindruckt durch seine gebündelte fachliche Expertise und die hohe Bereitschaft aller Beteiligten, sich kontinuierlich fortzubilden und gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Arbeit des Bündnisses ist konzeptionell durchdacht und langfristig angelegt. Regelmäßig reflektieren alle Beteiligten gemeinsam ihr Handeln im Sinne der gesteckten Ziele. Damit trägt das Bündnis in besonderem Maße zur Integration, Teilhabe und Chancengleichheit von benachteiligten Kindern und ihren Familien in einem stark benachteiligten Sozialraum bei.
Eine hohe fachliche Kompetenz, gezielte Prioritätensetzung, Verlässlichkeit und Zusammenhalt machen die professionelle Arbeit des Bündnisses aus und fördern laut der Beteiligten die Attraktivität der Arbeit, die Arbeitszufriedenheit und die Gesunderhaltung.
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Stollberg in Sachsen ist als „Tor zum Erzgebirge“ bekannt. In diesem Sinne möchte das Präventionsnetzwerk Stollberg allen Kindern Türen zu gleichen Chancen eröffnen. Dabei setzt es auf sozial-emotional stärkende Angebote, die Konflikten und Gewalt schon früh vorbeugen. Ein Schwerpunkt des Bündnisses aus Kommune, Kitas, Lebenshilfe und Quartiersmanagement ist der Übergang von der Kita in die Grundschule: Im Projekt „Kita im Quartier“ lernen die Vorschulkinder beispielsweise den Hufeland-Treff, das örtliche Begegnungszentrum, als Schutzraum und Ressource für Spiel- und Freizeitangebote kennen. Spielzeugfreie Tage fördern die Kreativität und „Meins-deins-unser“-Spiele vermitteln die Bedeutung sozialer Regeln und gegenseitiger Unterstützung. Wie sich das Papilio-Programm zur Prävention im Kita-Alltag umsetzen lässt, erfahren pädagogische Fachkräfte auf Fortbildungen. Die Familien finden im „Elternclub“ oder im Familienbüro am Kulturbahnhof unkomplizierte Beratung und Austauschmöglichkeiten. So knüpft das Bündnis ein rundum schützendes Netz, das die Kinder stärkt und sie ermutigt, selbstbewusst ihren Weg zu gehen.
Kita-Sozialarbeit Stadt Bad Kreuznach Finalist 2025
Ort: Bad Kreuznach Bundesland: Rheinland-Pfalz Handlungsfeld: Sozialarbeit, Chancengerechtigkeit, Inklusion, Erziehungskompetenz und Selbsthilfe, Prävention Aktiv seit: 2022 Wirkungsradius: Stadt Partner: Kitas, freie Träger, Jugendamt, Kita- und Schul-Sozialarbeit, Grund- und Förderschulen, Familienbildungsstätten, Frühe Hilfen, Freizeit- und Kultureinrichtungen
Kontakt: Stadt Bad Kreuznach, Angelina Hörning (Sachgebietsleitung Kita-Sozialarbeit), angelina.hoerning[at]bad-kreuznach.de
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Alle Familien erreichen – an ihren Lieblingsorten und mit Themen, die sie bewegen: Das gelingt dem Bündnis Kita-Sozialarbeit Stadt Bad Kreuznach direkt in den Kitas sowie bei Spielplatztreffen, Familienwanderungen oder Bibliotheksbesuchen. Denn so kommen Kinder und Eltern ungezwungen mit wichtigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten in Kontakt. In der rheinland-pfälzischen Kurstadt haben sich die Kita-Sozialarbeitenden der Stadt vernetzt, um die Familien in 32 Kitas und in ihrem jeweiligen Umfeld zu stärken. Gemeinsam mit kommunalen und freien Trägern, Grund- und Förderschulen, Frühen Hilfen, Familienberatungsstellen und weiteren Institutionen fördern sie Chancengerechtigkeit und Inklusion. Was die Kinder und Familien brauchen, erfahren die Sozialarbeitenden mittels Befragungen, Ortsbegehungen mit Kindern oder in Gesprächen mit Eltern. So entstehen zum Beispiel Vorlesepicknicks für alle Bad Kreuznacher Familien, Mitmach-Ausstellungen zu gemeinsamen Erkundungen oder ein Genussparcours zu gesunder Ernährung. Veranstaltungen zu Zahngesundheit, Windelentwöhnung und Erziehungsfragen stärken die Selbsthilfekompetenz der Familien und entlasten das Kita-Personal – zum Wohl der Jüngsten.
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