Ort: Bergneustadt Bundesland: Nordrhein-Westfalen Größe: 40 Kinder, 11 Mitarbeitende Träger: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. – Regionalverband Rhein.-/Oberberg Unsere Stärke: Kinder und Eltern in ihren Fähigkeiten stärken
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Kein Mensch macht gerne Fehler. In der Johanniter-Kita Ackerstraße schaut man deswegen nicht auf die Defizite der Kinder, sondern auf ihre Erfolge – und die werden thematisiert und seien sie auch noch so klein. Der Vorteil: Alle Kinder in der Gruppe merken, wenn sich ein Erzieher oder eine Erzieherin über die Leistung eines Spielkameraden freut – damit wächst auch ihre Wertschätzung. Die Zusammenarbeit mit den Eltern basiert ebenfalls auf diesem Prinzip: Zum Beispiel dann, wenn die Erzieherinnen und Erzieher den Umgang der Mütter und Väter mit ihrem Kind filmen. Im Anschluss analysieren die Fachkräfte das Videomaterial und zeigen den Eltern die Szenen, in denen sie ihr Kind besonders stärken – so können die Eltern solche Momente künftig öfter in den Alltag integrieren. Vor allem Mütter und Väter, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen, profitieren von dieser Methode. Und auch sie erfahren eine positive Motivation, weil die Erzieherinnen und Erzieher ausschließlich gelungene Interaktionsmomente präsentieren. Jeden Freitag findet außerdem eine Kinderkonferenz statt, bei der die Kita-Mitarbeitenden gemeinsam mit den Kindern und interessierten Eltern die kommende Woche planen.
Das sagt die Jury
Hier werden die Stärken von Kindern gestärkt und ihre Schwächen geschwächt.
Eltern werden systematisch und verbindlich in die Qualitätsentwicklung der Kita eingebunden.
Kinderorientierung und Sozialraumorientierung sind besonders gut verknüpft.
Auch der Träger sieht sich selbst als lernende Organisation und beschränkt sich nicht darauf, den Kitas die Möglichkeit zur Qualitätsentwicklung zu geben.
Die Kita reagiert auf das starke soziale Gefälle im Sozialraum mit passenden und auch generationenübergreifenden Angeboten.
Das Beschwerdemanagement für Kinder und Eltern ist proaktiv ausgerichtet und lösungsorientiert.
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Kinder lernen am besten, wenn sie die Welt selbst erforschen und erleben. Die Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof ist ein reinstes Entdeckerland. Die Räume der Einrichtung sind Werkstätten, Ateliers, Spiegelkabinette oder Zauber- und Wunderkammern, in denen die Kinder forschen und experimentieren. Erzieherinnen und Erzieher begleiten sie dabei auf ihrer Entdeckungsreise. Die kleinen Abenteurer erkunden die Welt aber nicht nur in der Kita, sondern auch außerhalb in zahlreichen Exkursionen mit der ganzen Familie. Es gibt zum Beispiel einen „Generationengarten“. Hier kommen Kita-Kinder mit Schülerinnen und Schülern, Jugendlichen und Senioren in Kontakt, lernen voneinander und haben gemeinsam Spaß. Die Kinder in der Evangelischen Kindertageseinrichtung Uphof gestalten das Kita-Leben aktiv mit und erfahren ein hohes Maß an Selbstständigkeit. Sie lernen Fragen zu stellen und Antworten zu finden. So wird jeder Tag im Kindergarten zu einem Abenteuer.
Das sagt die Jury
Diese Kita verbindet vorbildhaft MINT mit digitalen Technologien.
Die Bildungsangebote sind vielfältig und kreativ und gehen von den Bedürfnissen und Ideen der Kinder aus.
Kinder experimentieren, erforschen und entdecken und dies nicht nur innerhalb der Kita, sondern vor allem auch bei vielfältigen Ausflügen und Erkundungstouren in der Umgebung gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern.
Die Kita zeigt beispielhaft wie Räume mit Werkstätten, Ateliers, Spiegelkabinetts und Zauber- und Wunderkammern gestaltet werden können.
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Kein Kind ist wie das andere – denn jeder Mensch hat unterschiedliche Interessen, Talente und lernt auf eine andere Art und Weise. Das weiß man natürlich auch in der Kita St. Kilian in Paderborn. Damit hier jedes Kind bestmöglich gefördert werden kann, haben die Mitarbeitenden gemeinsam mit den Kindern und ihren Eltern die komplette Kita umgebaut. Im Zentrum des pädagogischen Konzepts stehen nun verschiedene Werkstätten, in denen die Kinder selbstbestimmt und in ihrem eigenen Tempo ihren verschiedenen Interessen nachgehen können: In der Bauwerkstatt werden sie zu kleinen Ingenieuren, in der Musikwerkstatt zu Klang-Virtuosen und in der Kreativwerkstatt können sie ihre Ideen mit Papier, Stift oder Knete zum Leben erwecken. Ziel ist es, die Kinder in ihren verschiedenen Talenten zu fördern. Die Arbeit und die Gruppenzusammenstellung in den Werkstätten orientieren sich deshalb immer an den jeweiligen Interessen oder auch Wünschen der Kinder. Und weil die Eltern ihre Sprösslinge am besten kennen, werden sie als Teil verschiedener Expertenteams in die Planung von Projekten, Festen und Wanderungen einbezogen.
Netzwerk der Herner Familienzentren Zweiter Platz 2018
Ort: Herne Bundesland: Nordrhein-Westfalen Handlungsfeld: Frühkindliche Bildung und bestmögliche Förderung, Stärkung von Kindern und Eltern Aktiv seit: 2012 Wirkungsradius: Großstadt
Kontakt: Stadt Herne,Sabine Jäger (Koordinatorin der Familienzentren in der Stadt Herne), sabine.jaeger[@]herne.de
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Das Netzwerk der Herner Familienzentren möchte Kinder aus Familien mit unterschiedlichen Lebensbedingungen, Kulturen, Bedürfnissen und Stärken fördern. Es heißt jeden willkommen und legt ein besonderes Augenmerk auf neu zugewanderte Familien. Das Bündnis existiert formell seit 2012. Die ersten Grundsteine wurden aber bereits 2006 mit einem Pilotprojekt von zwei Familienzentren in Herne gelegt. Inzwischen besteht das trägerübergreifende Bündnis aus 23 Familienzentren mit 38 beteiligten Kindertagesstätten. Die Vielfalt der Herner Familien zeigt sich in der Vielfalt der Angebote, die komplett kostenfrei sind: In Elterncafés können sich Eltern austauschen und in sogenannten „Schnupperschulen“ lernen Kita-Kinder frühzeitig ihre Schule kennen. Des Weiteren bietet das Netzwerk Krabbelgruppen, Bewegungsangebote und Kreativkurse sowie interkulturelle Gruppen und Treffen zur Sprachförderung für Familien mit Migrationshintergrund an.
Das sagt die Jury
Das Netzwerk der Herner Familienzentren überzeugt als großes und professionell aufgestelltes Bündnis mit 59 Bündnispartnern und 1.000 pädagogischen Fachkräften aus Kita und Schule.
Beeindruckend ist der Bottom-up-Ansatz: Die in den Einrichtungen erkannten Bedarfe von Kindern und Familien bilden die Grundlage für das Bündnis.
Es zeichnet sich durch eine besondere Kooperationsqualität aus, in dem die Bündnispartner herkömmliche Konkurrenzen überwinden und das Bündnis trägerübergreifend verantworten.
Innovativ und reflektiert werden ganz im Sinne der vielfältigen Bedürfnisse der Familien neue Angebote, wie beispielsweise Projekte für Väter, geschaffen.
Familienzentrum Gemeindekindergarten Zauberwelt Zweiter Platz 2019
Ort: Titz Bundesland: Nordrhein-Westfalen Größe: 106 Kinder, 19 Mitarbeitende Träger: Gemeinde Titz Unsere Stärke: Mitbestimmung wird hier großgeschrieben
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Was wäre, wenn es eine Zauberwelt gäbe, in der Kinder und Erwachsene gleichwertige Partnerinnen und Partner wären? Wie sähe diese Welt aus, in der sie gemeinsam entscheiden könnten, wie sie ihre Umgebung gestalten und was darin passiert? Im nordrhein-westfälischen Titz gibt es solch einen Ort. Im Familienzentrum Gemeindekindergarten Zauberwelt bestimmen Kinder und Fachkräfte zusammen, wie ihr Kita-Alltag aussieht und abläuft: Die Mädchen und Jungen entscheiden hier nicht nur mit, wie die Räume gestaltet werden und welche Projekte sie als Nächstes angehen, sie bringen sich auch im Kinderbeirat ein. Im Kindercafé können sie vormittags frühstücken – wann und mit wem sie wollen. Und sie bestimmen gemeinsam, was hier in der kommenden Woche auf den Tisch kommt. Jedes Kind darf seinen Tag in der Kita selbst gestalten: Der Morgen startet immer in der Stammgruppe, die Kinder können aber zu jeder Zeit einen der zahlreichen Funktionsräume erkunden. Neben einem Atelier und einer Werkstatt gibt es in der Kita einen Bauraum, eine Zahlenwerkstatt, einen Forscherraum sowie einen Licht- und Ruheraum. Zwei Bewegungsräume, ein Rollenspielraum mit einer Tanz- und Theaterbühne, der Ruheraum mit Bibliothek, ein Bereich mit Tischspielen und Puzzles sowie das Außengelände komplettieren die Zauberwelt in Titz, die Kinder gemeinsam mit Erwachsenen gestalten und erforschen dürfen.
Das sagt die Jury
Die Arbeit des Familienzentrums Gemeindekindergarten Zauberwelt in Titz wird getragen durch eine sehr gute Führungskultur und professionelle Teamarbeit. Vorhandene Kompetenzen werden sinnvoll vernetzt und die gemeinsame Haltung ist geprägt durch einen positiven Blick auf Kinder und ihre Familien.
Das Familienzentrum versteht sich auch als kommunalpolitischer Akteur und engagiert sich auch für die Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen, z.B. der Integration geflüchteter Familien.
Sehr beeindruckend ist zudem, wie Kinder, Eltern und Fachkräfte an der konzeptionellen Weiterentwicklung beteiligt sind, z.B. an der Umgestaltung der Räume von Gruppenräumen in Funktionsräume.
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Die bunte Vielfalt von 35 Nationen ist im Straßenbild der Dortmunder Nordstadt allgegenwärtig. Damit auch die Kleinsten hier einen optimalen Start in die Zukunft haben, hat sich das Netzwerk INFamilie zum Ziel gesetzt, Kinder und Familien mit zahlreichen Angeboten – wie zum Beispiel mit Sprachkursen für Eltern, Quartiersspaziergängen sowie Kita- und Schulbibliotheken – zu unterstützen. Außerdem werden Eltern durch einen regelmäßigen Austausch beispielsweise in Form von Elterncafés zusammengebracht. Die Wurzeln des Netzwerks bilden die FABIDO Kindertageseinrichtung Bornstraße und die Grundschule Kleine Kielstraße. Heute gehören neben weiteren Kindertageseinrichtungen auch Familienzentren, Beratungsstellen und Institutionen der Stadt Dortmund zum Netzwerk. Das Bündnis hat dadurch die Möglichkeit, in vielen Bereichen tätig zu werden. So stehen in nächster Zeit die Umgestaltung eines Spielplatzes, die Organisation eines Quartierfestes sowie die Einrichtung eines Bürgergartens an. Komplettiert werden die Angebote des Netzwerkes durch ganz praktische und unbürokratische Hilfen: Unter anderem können Familien, die keinen Kita-Platz für ihre Jüngsten gefunden haben, diese alternativ in Kinderstuben und Sprachfördergruppen von klein auf individuell und liebevoll betreuen lassen. Dadurch gelingt ein optimaler Start in die Zukunft, von dem Kinder und Eltern gleichermaßen profitieren.
Das sagt die Jury
Das Bündnis arbeitet in einem schwierigem Sozialraum hochengagiert und strahlt Hoffnung aus.
Im Bündnis engagieren sich engverzahnt zahlreiche Institutionen und weitere Akteure. Die Arbeit geschieht achtsam und ressourcenorientiert auf der Grundlage einer gemeinsamen wertschätzenden Haltung.
Die Verantwortung für alle Kinder und Familien im Bezirk wird sehr ernst genommen. Das Bündnis bietet vielseitige und innovative Förderangebote an. Als ein Beispiel hat die Jury das „Brückenprojekt“ hervorgehoben. Hier werden Kinder, die keinen Kitaplatz erhalten haben, trotzdem betreut. Es wird über die Grenzen der eigenen Institution hinausgedacht und gemeinsam gehandelt.
Familienzentrum des Murkel e.V., Kinderhaus I Zweiter Platz 2019
Ort: Siegburg Bundesland: Nordrhein-Westfalen Größe: 93 Kinder, 24 Mitarbeitende Träger: Elterninitiative Murkel e. V. Unsere Stärke: offene Arbeit, Kommunikation und Sprache
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„Jeder Jeck ist anders und wir nehmen jeden so, wie er ist.“ Getreu diesem Motto wird im Familienzentrum des Murkel e. V. jedem Kind und jeder Familie mit Respekt begegnet und Offenheit im Alltag ganz praktisch gelebt. Hier sprudelt es nur so vor Ideen und Aktivitäten: Alle Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte können sich im Kita-Alltag einbringen. Die Kinder entscheiden beispielsweise jeden Tag aufs Neue, was sie machen möchten und werden von den pädagogischen Fachkräften dabei ganz individuell unterstützt. Das geschieht auch gerne mal auf Kölsch oder nonverbal mithilfe von lautsprachunterstützenden Gebärden. Kommunikation wird im Kinderhaus nämlich großgeschrieben. Alle haben hier eine Stimme und werden gehört. So wird gemeinsam mit den Kindern über Ausflüge in der näheren Umgebung abgestimmt. Im Stadtteil fühlen sich alle wohl – doch wünscht man sich hier noch ein wenig mehr Lebendigkeit. Aus diesem Grund hat sich eine Bürgergemeinschaft gegründet, die unter anderem dafür sorgt, dass der öffentliche Spielplatz nebenan ein noch attraktiverer Ort zum Spielen und Toben für alle „Jecken“ wird.
Das sagt die Jury
Ein wichtiger und sichtbarer Fokus des Familienzentrums liegt im Bereich der Autonomieförderung von Kindern und einer gelebten Beteiligungskultur. Es gibt langjährige Erfahrungen mit offener Arbeit und eine große Bereitschaft, die Kinder selbst lernen und eigene Erfahrungen machen zu lassen.
Auch mit Blick auf die eigene pädagogische Arbeit zeigt sich das Team reflektiert und handlungsmutig, neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
Insgesamt gibt es eine große Zugewandtheit gegenüber Kindern und ihren Familien. Die dialogische Haltung zeigt sich z.B. in einem Patenschaftskonzept, durch das alle Familien einen festen Ansprechpartner haben und bedarfsorientierte Unterstützung erhalten.
Ort: Brakel-Frohnhausen Bundesland: Nordrhein-Westfalen Größe: 25 Kinder, 6 Mitarbeitende Träger: Stadt Brakel Unsere Stärken: Sozialraumorientierung,Partizipation und Bildung für nachhaltige Entwicklung
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Die Kita-Kinder im ostwestfälischen Brakel-Frohnhausen sind echte Glückspilze, denn sie erhalten regelmäßig „Glücksbriefe“, die ihre Stärken hervorheben. Ob bei der Wahl des Mittagessens, den täglichen Morgenkreisen oder Spaziergängen durchs Dorf: Die Kinder gestalten den Kita-Alltag aktiv mit und erkunden eigenständig ihre Umwelt. Nachdem ihnen zum Beispiel auffiel, wie viel Müll beim Frühstück anfällt, haben sich die Kinder und Fachkräfte dem Thema intensiv gewidmet. Mittlerweile führen sie Experimente durch, basteln Spielzeug und Deko aus recycelten Materialien und bauen Obst und Gemüse an. Die Mitarbeitenden arrangieren sich immer wieder mit den Besonderheiten im ländlichen Raum: In der einzigen Kita des Dorfes bringen sie die verschiedenen Vorstellungen der Eltern unter einen Hut und überwinden lange Fahrtwege, um Kooperationen mit anderen Einrichtungen zu ermöglichen. Die Kita wird so zu einem Kulturträger, der die Dorfgemeinschaft zusammenbringt.
Alle, die am Kita-Alltag beteiligt sind, sollen in Entscheidungen mit eingebunden werden. So können die Kinder abstimmen, welchem Projekt sie sich in Zukunft widmen möchten und auch die Eltern werden durch Elterngespräche oder Zufriedenheitsabfragen ins Boot geholt. Das Team ist bestrebt, diese Beteiligungsstrukturen kontinuierlich zu vertiefen und besucht dafür diverse Fortbildungen.
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Gegenüber des Aachener Weihers, im Grünen und doch zentral in der Stadt Köln, liegt die deutsch-italienische Kita ZEBRA VERDE. Hier sind die Kinder mittendrin statt nur dabei. Mitbestimmung ist in der Einrichtung ein zentrales Thema, egal ob es darum geht, auszuwählen, mit was man sich gerade beschäftigen möchte oder ob das Mittagessen gegessen wird. Die Kinder über ihre Rechte aufzuklären und sie zu ermutigen, diese auch einzufordern, ist den Fachkräften ein großes Anliegen. In der Einrichtung wird die Reggio-Pädagogik aktiv gelebt: Schon die Jüngsten haben hier die Möglichkeit, ihr Umfeld und die Stadt aktiv zu erkunden. Einen großen Stellenwert haben die Themen ästhetische Bildung und Nachhaltigkeit: Gemeinsam mit einer Design-Studentin und dem WWF haben die Kinder schon einen großen Wal gebaut, der am Aachener Weiher aufgestellt wurde und die Besuchenden animierte, ihren Plastikmüll dort einzuwerfen. Der voll gefütterte Wal: Ein Erfolgserlebnis für alle Beteiligten.
Das sagt die Jury
Die Fachkräfte gestalten den Tagesablauf nah an den Bedürfnissen der Kinder und knüpfen bei ihrer Arbeit an deren Themen und Interessen an. So können die Kinder zum Beispiel aktiv an der Gestaltung des Alltags, der Räume oder des Umfelds mitwirken. Hervorzuheben ist auch die enge Zusammenarbeit mit den Familien und ihre Einbindung in den Alltag. Auch in der Corona-Pandemie unterstützten die pädagogischen Fachkräfte die Familien mit digitalen und hybriden Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten, fanden kreative Lösung zur Einbindung der Eltern und behielten die enge Verbundenheit zu den Familien bei. Das Kita-Team entwickelt sich, seine pädagogische und konzeptionelle Arbeit immer weiter und bezieht in diesen Entwicklungsprozess die Kinder mit ein.
Die Begründung unserer Jury in voller Länge
In der deutsch-italienischen Kita Zebra Verde in Köln stehen ästhetische Erfahrungen, forschendes Lernen, die Selbstbildungsprozesse von Kindern und der respektvolle Umgang miteinander im Mittelpunkt.
Die Fachkräfte gestalten den Tagesablauf nah an den Bedürfnissen der Kinder und knüpfen bei ihrer Arbeit an deren Themen und Interessen an. Wichtig ist ihnen, dass Kinder eigene Erfahrungen machen und sich als selbstwirksam erleben, etwa indem sie aktiv an der Gestaltung des Alltags, der Räume oder des Umfelds mitwirken. Denken und Entdecken verstehen die Fachkräfte als wichtige Bausteine der Persönlichkeitsentwicklung.
Hervorzuheben ist auch die enge Zusammenarbeit mit den Familien und ihre Einbindung in den Alltag. Die Beziehung zwischen Fachkräften und Eltern ist durch ein starkes Vertrauen geprägt. Eltern verbringen viel Zeit in der Kita, tragen das Bildungsverständnis mit und fühlen sich mit ihren Anliegen von den Fachkräften an- und ernstgenommen. In der Corona-Pandemie unterstützten die pädagogischen Fachkräfte die Familien mit digitalen und hybriden Bildungs- und Gemeinschaftsangeboten, fanden kreative Lösung zur Einbindung der Eltern und behielten die enge Verbundenheit zu den Familien bei.
Das Kita-Team versteht die pädagogische und konzeptionelle Arbeit als kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Pädagogische Fragen werden immer wieder neu thematisiert und auch Kinder in die Beantwortung einbezogen. Es gibt nicht nur eine große Bereitschaft für Veränderungen, sondern man spürt den Drang, sich und den Kita-Alltag beständig zu verbessern.
Ort: Monheim am Rhein Bundesland: Nordrhein-Westfalen Handlungsfeld: Gestaltung einer familienfreundlichen Kommune,soziale und kulturelle Teilhabe Aktiv seit: 2011 Wirkungsradius: Mittelstadt, innerstädtisch
Kontakt: Stadt Monheim am Rhein,Gerlinde Knisel-Scheuring (Abteilungsleitung Frühkindliche Bildung), gknisel[@]monheim.de
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Zwischen den Metropolen Köln und Düsseldorf liegt die Stadt Monheim am Rhein, die selbsternannte Hauptstadt für Kinder. Das Jugendamt sieht sich hier als „Haus der Chancen“; die Stadt hält eine familienfreundliche Infrastruktur vor. Alle frischgebackenen Eltern erhalten einen Begrüßungsbesuch, damit sie um die bunte Angebotspalette wissen. Die sieben Träger der insgesamt 24 Kitas haben sich zum Bündnis Mo.Ki – Monheim für Kinder zusammengeschlossen. Alle Einrichtungen werden trägerübergreifend fachlich wie finanziell beim Ausbau zu Familienzentren unterstützt. Optimale Bildungsförderung und intensive Erziehungspartnerschaften erhöhen die Bildungschancen aller Kinder; eine weitere wichtige Säule ist der präventive Kinderschutz. Die Kitas kooperieren mit Bildungs- und Kultureinrichtungen, dem Gesundheitsamt, der Familienhilfe und weiteren Akteuren, um Bildungsgerechtigkeit, ein gesundes Aufwachsen und soziale Teilhabe zu ermöglichen.
Das sagt die Jury
Das Monheimer Bündnis kann sich aus Sicht der Jury zurecht Hauptstadt für Kinder nennen! Es ist eine beispielhafte Initiative, die sowohl in der Region als auch bundesweit als Leuchtturm mit Signalwirkung andere zur Nachahmung inspiriert. Das Bündnis zeichnet sich durch klare und professionelle Strukturen aus, die auf Teilhabe und Mitbestimmung aller relevanten Akteur:innen basieren. Alle Träger, Fachkräfte, aber auch Kultureinrichtungen und weitere Akteure werden in die Bündnisarbeit einbezogen. So gelingt es der Stadt Monheim seit Jahren, eine lebendige Bildungslandschaft für Kinder und Eltern zu gestalten. Beeindruckt hat die Jury, wie in dem Bündnis Kinder und Familien von Anfang an begleitet werden: Im Fokus stehen die Familien und jedes Kind mit seiner spezifischen Lebenssituation, umso Chancen für alle Kinder zu öffnen.
Die Begründung unserer Jury in voller Länge
Die Stadt Monheim ist mit ihrem Bündnis Monheim für Kinder ein herausragendes Beispiel für eine kommunale Planung, die auf eine bedarfsorientierte Unterstützung für Kinder und Familien ausgerichtet ist. Analyse, Planung und die operativen Bereiche sind auf‘s Beste miteinander verbunden und die Leitlinien werden gemeinsam entwickelt.
Das trägerübergreifende Bündnis hat als ein Konzept für die erfolgreiche Umsetzung einer fundierten kommunalen Gesamtstrategie frühkindlicher Bildung und Prävention Vorbildcharakter für andere Kommune. Hervorzuheben ist, wie konsequent, vernetzt und durch konkrete Schritte hinterlegt die Beteiligten das Ziel verfolgen, Chancengerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder und ihre Familien in Monheim zu verbessern.
Das Bündnis in Monheim zeichnet sich dabei durch klare und professionelle Strukturen aus, die auf Teilhabe und Mitbestimmung aller relevanten Akteur:innen basieren. Die Träger und Fachkräfte aller Kitas haben die Möglichkeit, sich in die Prozesse aktiv einzubringen und sie mitzugestalten. Auch Kultureinrichtungen und weitere Akteur:innen werden in die Bündnisarbeit einbezogen. So gelingt es der Stadt Monheim seit Jahren, eine lebendige Bildungslandschaft für Kinder und Eltern zu gestalten.
Grundlage für die Bündnisarbeit bilden ein gemeinsames Handlungskonzept und der Blick auf die Alltagspraxis. Kinder und Familien werden von Anfang an ressourcenorientiert begleitet. Der Anspruch ist, dass jedes Kind mit seiner spezifischen Lebenssituation und die Familien im Fokus stehen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Akeur:innen bewusst dafür entschieden „Ungleiches ungleich zu behandeln“ und so Chancen für alle Kinder zu öffnen. Hier wirkt das Jugendamt tatsächlich als „Haus der Chancen“.
Besonders bemerkenswert empfand die Jury die Entwicklung des Monheimer Bündnisses von einem Zusammenschluss von fünf Familienzentren in einem belasteten Stadtteil hin zu einer kommunalen Präventionsstrategie, die inzwischen alle 24 Kitas in Monheim als Familienzentren umfasst.
Das Monheimer Bündnis kann sich aus Sicht der Jury zurecht Hauptstadt für Kinder nennen und wirkt als solche sowohl in der Region als auch bundesweit als Leuchtturm mit Signalwirkung, der zur Nachahmung inspiriert.
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