• Netzwerk Familienzentren LaDaDi

    Netzwerk Familienzentren LaDaDi

    Netzwerk Familienzentren LaDaDi
    Dritter Platz 2024

    Ort: Landkreis Darmstadt-Dieburg
    Bundesland: Hessen
    Handlungsfeld: unbürokratische und präventive Unterstützung von Familien, institutionsübergreifender Wissensaustausch, Partizipation
    Aktiv seit: 2011
    Wirkungsradius: gesamter Landkreis
    Partner: Fachkräfte aus 12 Familienzentren, deren lokale Kooperationspartner, Institutionen und Akteure aus dem Netzwerk Frühe Hilfen des Landkreises

    Kontakt: Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Fachstelle Frühe Hilfen, Anne-Katrin Schäfer-Seeger (Netzwerkkoordinatorin), FrueheHilfen[@]ladadi.de

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    Der Landkreis Darmstadt-Dieburg startete 2013 ein Förderprogramm, um Familien niedrigschwellig und bedarfsorientiert zu unterstützen: Fünf Jahre begleiteten die Fachstelle Frühe Hilfen und die Kita-Fachberatung dafür zwölf Kitas auf dem Weg zu Familienzentren. Damit war der Grundstein für das Netzwerk Familienzentren LaDaDi gelegt. Mittlerweile treffen sich die Fachkräfte der beteiligten Einrichtungen regelmäßig, tauschen Erfahrungen aus und bilden sich gemeinsam fort. Die gewonnenen Erkenntnisse geben sie an lokale Akteur*innen weiter und entwickeln mit ihnen vielfältige Angebote. Im Mittelpunkt steht immer das Wohl der Familien. Ob durch Marte Meo Beratung, gebärdenunterstützte Kommunikation oder Hausbesuch – nach dem Early Excellence-Ansatz werden die Kinder individuell gefördert und Eltern als Erziehungsexperten gestärkt. Jung und Alt bringen sich aktiv im Bündnis ein und teilen etwa bei der Talentbörse ihr Wissen in Sachen Sport, Kochen oder Musik. So ist ein Netzwerk entstanden, das alle Familien von Anfang an unterstützt.

    Das sagt die Jury

    Systematisch bringt das Bündnis Bildungseinrichtungen, soziale Dienste, die Politik sowie lokale Akteurinnen und Akteure zusammen, wodurch vorhandene Ressourcen zielgerichtet und unbürokratisch bei den Familien im gesamten Landkreis ankommen. Die integrative und kooperative Herangehensweise des Netzwerks kann als vorbildliches Modell für andere Regionen dienen. Besonders beeindruckt hat die Jury, wie sich Kita-Praxis und Politik gegenseitig bereichern. Die vor Ort gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine familienfreundliche Infrastruktur ein, von der wiederum die Familien und Fachkräfte profitieren. Die Arbeit des Bündnisses orientiert sich vorbildlich an den Lebenswelten der Familien. Um sie besser zu verstehen, besuchen die Fachkräfte die Kinder und Eltern zuhause oder erkunden mit ihnen deren Wohnort, was passgenaue Unterstützung ermöglicht.

    Die Begründung unserer Jury in voller Länge

    Die Stärke dieses Bündnisses liegt in seiner systematischen Vernetzung der Familienzentren, verschiedener sozialer Dienste, weiterer Bildungseinrichtungen und lokaler Akteur*innen, die gemeinsam ein hochprofessionelles und innovatives Modell schaffen. Durch die starke Einbindung der Lokalpolitik wird das Bündnis nicht nur ernst genommen, sondern erhält auch die notwendige Unterstützung, um seine Ziele nachhaltig zu verfolgen. Besonders hervorzuheben ist, dass das Bündnis die Lebenswirklichkeiten der Familien gezielt wahrnimmt und sie aktiv stärkt. Die enge Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträger*innen bildet ein breites gesellschaftliches Fundament, das für die Wirksamkeit und den langfristigen Erfolg des Bündnisses von entscheidender Bedeutung ist. Dieses Vorgehen kann als Vorbild für die Schaffung ähnlicher Bündnisse in anderen Regionen dienen und stellt ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation im Sozialraum dar.

    Das Bündnis zeichnet sich durch die enge Zusammenarbeit und das gegenseitige Voneinanderlernen aus. Es basiert auf einem gemeinsamen pädagogischen Konzept, das sowohl die Bedürfnisse von Kindern als auch von Eltern ernst nimmt und in die Gestaltung der Angebote integriert. Besonders hervorzuheben ist die enge Einbindung und aktive Teilnahme der Eltern, zum Beispiel durch Hausbesuche. Dieser Ansatz fördert nicht nur die individuelle Unterstützung der Familien, sondern stärkt auch das Vertrauen in das Netzwerk.

    Ein herausragendes Merkmal des Bündnisses ist, dass es nicht nur auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Familien reagiert, sondern auch präventiv handelt und für gesellschaftliche Herausforderungen wie die Folgen der Corona-Pandemie oder des Ukraine-Kriegs sensibilisiert. Hier zeigt sich die hohe Flexibilität des Bündnisses, schnell und zielgerichtet auf bestehende Bedarfe zu reagieren bzw. diese zu antizipieren.

    Der kontinuierliche Austausch und die enge Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften aus verschiedenen Bereichen sorgen dafür, dass Ressourcen effizient genutzt und Kompetenzen gebündelt werden. Dies führt nicht nur zu einer höheren Qualität der Angebote, sondern spart auch Kosten. Durch die gegenseitige Unterstützung innerhalb des Netzwerks werden externe Expertisen gezielt und nachhaltig eingesetzt, wodurch zusätzliche finanzielle Ressourcen für die Familienzentren freigesetzt werden. Diese Praxis der Ressourcenteilung stellt sicher, dass das Bündnis seine Wirkung langfristig entfalten kann.

    Durch die gezielte Einbindung der Politik wird das Bündnis nicht nur anerkannt, sondern erhält auch die nötige Unterstützung für seine Projekte und Ziele. Die enge Zusammenarbeit mit politischen Gremien sorgt dafür, dass das Bündnis eine breite gesellschaftliche Grundlage erhält und die Bedeutung frühkindlicher Bildung und sozialer Unterstützung in der breiten Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird. Die regelmäßige Kommunikation über die Projekte und Erfolge stärkt nicht nur das Vertrauen in das Bündnis, sondern trägt auch zur Schaffung einer breiten Basis für zukünftige Initiativen bei.

    Ein weiteres Merkmal des Bündnisses ist die Vielfalt an Angeboten und Formaten. Die Fortbildungsangebote zu wichtigen Themen wie der Unterstützung von Kindern im Autismus-Spektrum und die kontinuierliche Weiterbildung der Fachkräfte stellen sicher, dass das Bündnis immer auf dem neuesten Stand der Forschung und Praxis arbeitet. In die Entwicklungsprozesse werden sowohl die Kinder als auch die Eltern aktiv einbezogen. Diese fortlaufende Weiterentwicklung und Sensibilisierung für neue Herausforderungen zeigt, dass das Bündnis in der Lage ist, sich kontinuierlich zu verbessern und auf die Bedürfnisse der Familien und des Sozialraums einzugehen.

    Die Beteiligten legen großen Wert auf eine positive Atmosphäre im Bündnis. Optimistische und anpackende Menschen, die sich für das Wohl der Kinder und Familien einsetzen, bilden die Grundlage für den Erfolg des Bündnisses. Es ist offensichtlich, dass eine „Bündnisarbeit im Sinne der Kinder“ für alle Beteiligten selbstverständlich ist. Dieses Engagement für das Wohl der Kinder und Familien wird durch die enge Zusammenarbeit und das Miteinander der verschiedenen Akteur*innen verstärkt. Dabei wird auch die Rolle der Eltern als Ressource gesehen, was sich in einer Vielzahl von Formaten des beteiligungsorientierten Austauschs widerspiegelt.

    Ein besonders positives Element ist der kollaborative Ansatz des Bündnisses, der den Austausch von Ideen und Lösungen fördert. Dies führt nicht nur zum Erfolg der einzelnen Projekte, sondern stärkt auch den Zusammenhalt innerhalb des Bündnisses. Das Bündnis ist noch lange nicht am Ende seiner Reise, sondern hat klare Perspektiven für die weitere Zielverwirklichung und -erweiterung. Dies zeigt sich auch in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Ziele und der Ausrichtung auf zukünftige Herausforderungen.

    Insgesamt stellt das Bündnis durch seine integrative und kooperative Arbeitsweise ein vorbildliches Modell für die Zusammenarbeit zwischen Familienzentren und weiteren Einrichtungen im sozialen Bereich dar. Es zeigt eindrucksvoll, wie durch die gezielte Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen, die aktive Einbindung der Eltern und die enge Zusammenarbeit mit der Politik ein nachhaltiges und effektives Unterstützungsnetzwerk geschaffen werden kann. Das Bündnis setzt wichtige Impulse für die frühkindliche Bildung und soziale Unterstützung. Die hohe Professionalität, das Engagement und die Vision der Beteiligten machen dieses Bündnis zu einem herausragenden Beispiel für gelungene Kooperation und langfristige Wirkung im Sozialraum.

  • „Schritt für Schritt“

    „Schritt für Schritt“

    Schritt für Schritt“
    Finalist 2024

    Ort: Münzenberg
    Bundesland: Hessen
    Handlungsfeld: Optimierung des Übergangs von Kita zur Schule, Stärkung der sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, Gewaltprävention, Demokratiebildung und Partizipation
    Aktiv seit: 2021
    Wirkungsradius: Kleinstadt
    Partner: Kooperationsteam der Stadt Münzenberg, Grundschule, 4 Kitas, Kinder- und Jugendbüro, Geflüchteten-Betreuungsteam, lokale Vereine, Elternbeiräte

    Kontakt: Stadt Münzenberg, Monika Mrozek (Koordinatorin der Kooperation), m.mrozek[@]muenzenberg.de

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    Die gute Anbindung an den Ballungsraum Frankfurt am Main und die Nähe zur Natur zieht viele Familien ins hessische Münzenberg. Hier sorgt das Bündnis Schritt für Schritt dafür, dass die Kinder aller Familien – ob alteingesessen, zugezogen oder mit Fluchtgeschichte – gleiche Chancen erhalten und teilhaben können. Die von der Stadt beauftragten Koordinatorinnen und die Grundschule vereinen zusammen mit Kitas und weiteren Akteuren ihre Ressourcen für eine bunte Palette an Angeboten. So kicken Kita- und Schulkinder gemeinsam in der Fußball-AG, gestalten den Spieltreff, entspannen bei Yoga oder planen das nächste Stück fürs Kindertheater. Das erleichtert nicht nur den Übergang von Kita zu Schule, sondern stärkt auch das Miteinander. Dass ihre Stimme zählt, erfahren Jung und Alt, indem sie ihre Ideen in den Kinderstadtplan einbringen, an Kinderfragerunden mit der Bürgermeisterin teilnehmen oder über den neuen Bündnisnamen abstimmen. So werden Konflikte gemeinsam gelöst – und Schritt für Schritt Großes erreicht.

  • Rassismuskritische KinderWelten

    Rassismuskritische KinderWelten

    Rassismuskritische KinderWelten
    Finalist 2025

    Ort: Kassel
    Bundesland: Hessen
    Handlungsfeld: Antirassismus, Empowerment durch stärkende Angebote
    Aktiv seit: 2022
    Wirkungsradius: Stadtteil
    Partner: Kita und Hort Himmelsstürmer, Familienzentrum Himmelsstürmer, Elterninitiative emPowerKidS

    Kontakt: Familienzentrum Himmelsstürmer, Hannah Pag (Bündniskoordination), hannah.pag[at]viva-stiftung.de

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    In Kassel setzt sich das Bündnis Rassismuskritische KinderWelten für ein diskriminierungsfreies Umfeld ein, in dem Schwarze und afrodiasporische Kinder selbstbewusst aufwachsen können. Empowernde Erfahrungen machen die Kinder bei gemeinsamen Ausflügen zum Kinderbauernhof, in Hip-Hop- oder Selbstverteidigungskursen. Wenn an anderen Tagen Schwarze Einsatzkräfte der Feuerwehr oder der Polizei die beteiligten Einrichtungen besuchen, erfahren die Kinder nicht nur viel über deren Arbeit, sondern können sich mit ihren Vorbildern identifizieren. Die Ideen für diese vielfältigen Angebote kommen von den Kindern selbst – das Bündnis setzt sie um. Gleichermaßen stärken sie die Bezugspersonen der Kinder: Die Familien vernetzen sich in Elterncafés oder lernen in Workshops zu Themen wie „Empowerment als Erziehungsaufgabe“ von- und miteinander. Die pädagogischen Fachkräfte bilden sich kontinuierlich fort, um ihre Arbeit sowie vorhandene Materialien vorurteilsfrei zu gestalten. Eingebunden in lokale Netzwerke sensibilisieren die Mitwirkenden darüber hinaus im gesamten Stadtteil für das Thema Rassismus. So tragen alle Beteiligten dazu bei, die gelebte Vielfalt zu feiern und sichtbar zu machen.

  • KulturNetz „Bildung trifft Kultur trifft Bildung“

    KulturNetz „Bildung trifft Kultur trifft Bildung“

    KulturNetz „Bildung trifft Kultur trifft Bildung“
    Finalist 2025

    Ort: Frankfurt am Main
    Bundesland: Hessen
    Handlungsfeld: kulturelle Bildung und Teilhabe, Inklusion, praxisbezogene Förderung pädagogischer Fachkräfte
    Aktiv seit: 2013
    Wirkungsradius: Stadtgebiet, Hessen- und Bundesweit
    Partner: Kulturkita Grüne Soße, Sozialpädagogischer Verein zur
    familienergänzenden Erziehung e.V., DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Fachschule für Sozialwesen der Beruflichen Schulen Berta Jourdan

    Kontakt: Sozialpädagogischer Verein zur
    familienergänzenden Erziehung e.V., Bettina Marsden (Bündniskoordinatorin), kubi[at]sozpaed-verein.de

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    Im Frankfurter KulturNetz „Bildung trifft Kultur trifft Bildung“ ist der Name Programm. Der Dreierbund aus Kulturkita mitsamt Träger, Filmmuseum und Fachschule eröffnet vielen Kindern in der Mainmetropole Zugänge zu kultureller Bildung. In gemeinsamen Projekten lernen sie die Welt des Films und weitere Kunstformen kennen – und werden selbst kreativ. Im MiniFilmclub erkunden Kita-Kinder etwa die Ausstellungen im DFF, blicken hinter die Kulissen des Kinos und gestalten, inspiriert von Kunstfilmen, eigene Werke. Ob Filmstreifen bunt bemalen oder Schatten mit der Kamera einfangen – unabhängig von ihren Sprachkenntnissen können alle mitmachen. Auch im Kita-Alltag ist die ästhetische Bildung verankert: Die Kinder erzählen regelmäßig Geschichten zu selbst gemalten Bildern, die sie mit der Laterna Magica an die Wand zaubern. Studierende der Fachschule erhalten bei Fortbildungen im DFF und Konsultationen in der Kita praxisnahe Einblicke und Inspiration für ihren späteren Beruf. Dabei erleben sie die Erfahrungsräume der kulturellen Bildung als eigenen Lernmoment. Zudem teilt das Bündnis sein Wissen und bewährte Formate mit anderen Einrichtungen im In- und Ausland – und knüpft so sein Netz für kulturelle Bildung über Grenzen hinweg weiter.