• Kindergarten Talstraße

    Kindergarten Talstraße

    Kindergarten Talstraße
    Preisträger DGB-Zusatzpreis 2024

    Ort: Fellbach
    Bundesland: Baden-Württemberg
    Größe: 82 Kinder, 16 Mitarbeitende
    Träger: Stadt Fellbach
    Unsere Stärken: Werkstatt-Pädagogik, kindorientierter Alltag, Partizipation

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    Ein neues Kleid aus alten Stoffen nähen, den Weg von der Kartoffel zu Pommes verfolgen, Brötchen backen oder den Wald erkunden – so unterschiedlich kann ein Tag in der Kita Talstraße aussehen. Die Kita arbeitet mit der Werkstattpädagogik. Die Angebote orientieren sich dabei an den Stärken und Interessen der Kinder und pädagogischen Fachkräfte. Neben Werkstätten etwa zu den Themen Rollenspiel, MINT, Lesen und Schreiben gibt es eine Nähstube im Atelier und eine Bewegungswerkstatt. Die Kinder entscheiden jeden Tag aufs Neue, an welchen Angeboten sie teilnehmen und können eigene Ideen umsetzen, auch zusammen mit ihren Familienmitgliedern: Wenn die Uroma das Rezept für die weltbeste Tomatensuppe hat, nimmt die Urenkelin sie kurzerhand mit in die Kita und gemeinsam kochen sie für alle zu Mittag. So gestalten die Fachkräfte einen kindorientierten Alltag, in dem sich die Jüngsten entfalten und mit ihren Vorstellungen einbringen können. 

    Das sagt der Deutsche Gewerkschaftsbund zum Zusatzpreis

    Die Kita überzeugt durch ihre konsequent gelebte Partizipation und Mitbestimmung im Team sowie die hohe Fachlichkeit. „Je mehr Beteiligung, desto besser“ ist das Leitprinzip für die Zusammenarbeit und das gemeinsame Handeln von Träger, Leitung und Fachkräften. Die vorhandenen Beteiligungsformate wie regelmäßige Teamsitzungen oder einrichtungsübergreifende Arbeitskreise werden von den Fachkräften, den Auszubildenden und vom Träger aktiv genutzt, um ihre Arbeit kontinuierlich zu reflektieren und weiterzuentwickeln. So wurden ein neues Handlungskonzept, Qualitätsstandards oder auch ein Leitbild und eine Vision für die pädagogische Arbeit entwickelt. Diese konsequente Beteiligung aller Beschäftigten in diesen Prozessen stärkt die pädagogische Qualität und die Identifikation mit der Arbeit und der Einrichtung.

    Durch flexible Arbeitszeiten und selbstbestimmtes Arbeiten wird den individuellen Bedürfnissen der Fachkräfte Rechnung getragen. Die dadurch mögliche eigenverantwortliche Planung der Vor- und Nachbereitungszeiten führt dazu, dass die Fachkräfte auch im eng getakteten Kita-Alltag auf ein gesundheitsförderliches Arbeitsverhalten achten können. Hierfür stellt der Träger den Fachkräften zusätzlich ein Zeitkontingent zur Verfügung, das über das gesetzliche Maß hinausgeht.

    Durch das Konzept der Werkstattpädagogik können die Fachkräfte ihre eigenen Ideen und Stärken einbringen und ihr tägliches Arbeitsfeld aktiv gestalten. Ein vielfältiges Fortbildungsprogramm und die Begleitung durch die Fachberatung erhöhen die Motivation der Fachkräfte, sich auch neuen pädagogischen Aufgaben und Anforderungen im Alltag zu stellen.

    Die Kita Talstraße zeigt sehr eindrucksvoll, dass sich gelebte Partizipation und Mitbestimmung außerordentlich positiv auf die Arbeitszufriedenheit, Gesunderhaltung und Motivation der Beschäftigten auswirken und das Gemeinschaftsgefühl deutlich stärken.

  • Kita St. Hedwig

    Kita St. Hedwig

    Kita St. Hedwig
    Finalist 2024

    Ort: Karlsruhe
    Bundesland: Baden-Württemberg
    Größe: 60 Kinder, 10 Mitarbeitende
    Träger: kath. Gesamtkirchengemeinde Karlsruhe
    Unsere Stärken: Partizipation, Kinderrechte, Förderung Selbstwirksamkeit

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    In der Katholischen Kita St. Hedwig bauen die Kinder in der „Babbelrunde“ Freundschaften auf und die Eltern lernen sich beim „Spielplatzgeplauder“ kennen. Gemeinsam wird geputzt, aufgeräumt, repariert und gegärtnert. Das Wir-Gefühl ist hier besonders wichtig. Die Kita in der Karlsruher Waldstadt hat sich im vergangenen Jahr neu erfunden. Die Kinder sollen im Kita-Alltag so viel wie möglich selbst bestimmen und den eigenen Interessen nachgehen. Wenn beim Frühstück im Garten der Specht trommelt, kommen ihnen tausend Fragen: Hat der Specht Kinder? Kommt er auch bei Regen raus? Welche Bäume mag er? Die Antworten finden die Kinder selbst. So wird in Büchern gewälzt und im Wald der echte Vogel beobachtet. Müssen muss hier aber niemand etwas. Es gibt Kindersprecher*innen und eine Kinderkonferenz mit der Kita-Leitung. Dabei werden sie zu selbstbewussten Persönlichkeiten, die ihren eigenen Weg gehen, und lernen für sich selbst zu sorgen.