• Kindertagesstätte Reidekäfer

    Kindertagesstätte Reidekäfer

    Kindertagesstätte Reidekäfer
    Finalist 2018

    Ort: Halle (Saale)
    Bundesland: Sachsen-Anhalt
    Größe: 90 Kinder, 18 Mitarbeitende
    Träger: Jugendwerkstatt „Frohe Zukunft“ Halle-Saalekreis e.V.
    Unsere Stärke: Öffnung in das Gemeinwesen

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    Es gibt so viel zu entdecken auf der Welt. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt: Die Erzieherinnen und Erzieher der Kindertagesstätte Reidekäfer gehen gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungstour in ihrer unmittelbaren Umgebung. In der Bäckerei backen sie zu Weihnachten Plätzchen, mit dem Gärtner pflanzen sie ein Frühjahrsbeet und mit der Schneiderin entwerfen sie die Kostüme für das nächste Theaterstück. Bei Spaziergängen durch ihren Stadtteil begegnen sie Bewohnerinnen und Bewohnern, die den Kindern dann ab und zu ihre eigenen Geschichten des Viertels erzählen. Die Kindertagesstätte Reidekäfer bringt sich in das Gemeindeleben ein und ist eng vernetzt mit den Familien und Institutionen im Bezirk wie der Feuerwehr, dem Ökopark oder dem Sportverein. Dadurch entsteht eine Vielfalt an Angeboten für die Kinder und die gesamte Familie. Die Öffnung ins Gemeinwesen sichert eine Bildung, Betreuung und Erziehung, die nah an der Lebenswelt der Kinder ist. 

  • Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße

    Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße

    Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße
    Erster Platz 2018

    Ort: Maintal
    Bundesland: Hessen
    Größe: 140 Kinder, 30 Mitarbeitende
    Träger: Stadt Maintal
    Unsere Stärke: Öffnung zum Stadtteil und Einbeziehung der Familien in das Kita-Leben

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    Das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße ist ein Treffpunkt für alle im Stadtteil. Rund 140 Kinder werden derzeit in der Maintaler Einrichtung betreut. Aber das Familienzentrum ist nicht nur eine Kita, sondern auch Familien- und Elternberatungsstelle sowie ein Stadtteiltreff. 2009 wurde die Kita zu einem Familienzentrum ausgebaut, damit gelang die Öffnung zum Stadtteil und die Einbeziehung der Eltern in den pädagogischen Alltag.Gemeinsam mit den Müttern und Vätern haben die Verantwortlichen Angebote der Familienbildung geschaffen. So gibt es Familien- und Entwicklungsberatungen, Deutschkurse sowie ein Elterncafé für Familien aus dem Bezirk. Das Team des Familienzentrums überdenkt immer wieder die eigenen Rollen und das pädagogische Handeln. Während Bildungsreisen nach Italien, England und Finnland haben sich die Fachkräfte andere Bildungssysteme und Partizipationsprojekte angeschaut, ihre eigene Arbeit reflektiert und ihre pädagogischen Konzepte weiter ausgebaut. Nicht nur die Kinder sollen von deren Arbeit profitieren, sondern auch ihre Familien. Mit den vielfältigen Angeboten ist das Familienzentrum zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Eltern im Stadtteil geworden. 

    Das sagt die Jury

    In der Kita wird ein Bild vom Kind gelebt, das gleich eines Schatzsuchers, bestrebt ist, sich eigenständig die Welt zu erschließen: Fachkräfte und Kinder gestalten gemeinsam Lernprozesse. 

    Die Kita folgt einem modernen und stärkeorientierten Bildungsverständnis, indem Integration und die Förderung von Begabungen ein selbstverständlicher Bestandteil ist.

    Mit passenden Methoden und einem außerordentlichen Gespür finden die Fachkräfte heraus, was Familien und ihre Kinder brauchen: was es im Sozialraum noch nicht gibt, erschafft dieses Kita-Team neu.

    Themen werden innerhalb der Kindergemeinschaft so aufbereitet, dass auch geflüchtete Kinder und ihre Familien professionell und emphatisch unterstützt werden, wie zum Beispiel „die Sache mit der Angst“.

    Das Kitateam ist aufgeschlossen und voll von unbändiger Lernfreude.

    Regelmäßig stattfindende Teamreflexion wird unter anderem angereichert durch Impulse von gemeinsamen Bildungsreisen ins Ausland.

    Das multiprofessionelle Kita-Team übersetzt theoretische Eindrücke in hochwertige pädagogische Praxis und stellt Kinder und ihre Familien mit all ihren Facetten und Bedürfnissen in den Mittelpunkt.

  • Johanniter-Kita Ackerstraße

    Johanniter-Kita Ackerstraße

    Johanniter-Kita Ackerstraße
    Zweiter Platz 2018

    Ort: Bergneustadt
    Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    Größe: 40 Kinder, 11 Mitarbeitende
    Träger: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. – Regionalverband Rhein.-/Oberberg
    Unsere Stärke: Kinder und Eltern in ihren Fähigkeiten stärken

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    Kein Mensch macht gerne Fehler. In der Johanniter-Kita Ackerstraße schaut man deswegen nicht auf die Defizite der Kinder, sondern auf ihre Erfolge – und die werden thematisiert und seien sie auch noch so klein. Der Vorteil: Alle Kinder in der Gruppe merken, wenn sich ein Erzieher oder eine Erzieherin über die Leistung eines Spielkameraden freut – damit wächst auch ihre Wertschätzung. Die Zusammenarbeit mit den Eltern basiert ebenfalls auf diesem Prinzip: Zum Beispiel dann, wenn die Erzieherinnen und Erzieher den Umgang der Mütter und Väter mit ihrem Kind filmen. Im Anschluss analysieren die Fachkräfte das Videomaterial und zeigen den Eltern die Szenen, in denen sie ihr Kind besonders stärken – so können die Eltern solche Momente künftig öfter in den Alltag integrieren. Vor allem Mütter und Väter, die kein oder nur wenig Deutsch sprechen, profitieren von dieser Methode. Und auch sie erfahren eine positive Motivation, weil die Erzieherinnen und Erzieher ausschließlich gelungene Interaktionsmomente präsentieren. Jeden Freitag findet außerdem eine Kinderkonferenz statt, bei der die Kita-Mitarbeitenden gemeinsam mit den Kindern und interessierten Eltern die kommende Woche planen.

    Das sagt die Jury

    Hier werden die Stärken von Kindern gestärkt und ihre Schwächen geschwächt.

    Eltern werden systematisch und verbindlich in die Qualitätsentwicklung der Kita eingebunden.

    Kinderorientierung und Sozialraumorientierung sind besonders gut verknüpft.

    Auch der Träger sieht sich selbst als lernende Organisation und beschränkt sich nicht darauf, den Kitas die Möglichkeit zur Qualitätsentwicklung zu geben.

    Die Kita reagiert auf das starke soziale Gefälle im Sozialraum mit passenden und auch generationenübergreifenden Angeboten.

    Das Beschwerdemanagement für Kinder und Eltern ist proaktiv ausgerichtet und lösungsorientiert.

  • Kita Menschenskinder

    Kita Menschenskinder

    Kita Menschenskinder
    Zweiter Platz 2018

    Ort: Berlin-Friedrichshain
    Bundesland: Berlin
    Größe: 80 Kinder, 21 Mitarbeitende
    Träger: menschenskinder-berlin gGmbH
    Unsere Stärke: Natur- und Erlebnispädagogik, Vernetzung mit dem Familienzentrum

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    Die Kita Menschenskinder ist ein gelebter Ort der Begegnung. Der respektvolle Umgang miteinander wird vorgelebt und überträgt sich auf die Beziehung der Kinder und ihrer Familien untereinander. Zusammen lernen und experimentieren die großen und kleinen „Menschenskinder“ zum Beispiel im interkulturellen Nachbarschaftsgarten: Hier erkunden sie die Natur und erleben Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein hautnah. Auf dem Kita-Gelände befinden sich neben dem Nachbarschaftsgarten auch ein Familienzentrum, ein Tauschladen und ein Foodsharing-Kühlschrank. Durch diese Angebote setzen sich die Jungen und Mädchen unter anderem mit Konsumverhalten und Lebensmittelverschwendung auseinander. In der Kita Menschenskinder hat jede und jeder eine Stimme. Kinder, Eltern und das gesamte Team gestalten alle Prozesse und Projekte des Kita-Alltags gemeinsam.

    Das sagt die Jury

    Kinder, Eltern und das gesamte Team gestalten den Kita-Alltag gemeinsam.

    Alle Kinder – auch die jüngsten – werden in ihrer Selbstbestimmung respektiert und unterstützt.

    Es gibt eine ausgeprägte Familienorientierung sowie einen professionellen Zugang zu Elternarbeit, zum Beispiel durch Familienräte.

    Die herausfordernde räumliche Situation der Containerlösung wird als Chance begriffen: „Geht nicht, gibt’s nicht“.

    Alle werden regelmäßig im Qualitätsentwicklungsprozess einbezogen: Es gibt keine Angst vor negativen Rückmeldungen, sondern alle Sichtweisen werden begrüßt.

    Das gesamte Team lebt authentisch vor, wie respektvoll miteinander umgegangen wird, was sich auf die Beziehung zwischen den Kindern und ihren Familien auswirkt.

    Das Kitateam engagiert sich zudem im politischen Raum für die Verbesserung der Rahmenbedingungen, unter denen Kindertagesbetreuung stattfindet.

  • Christliches Kinderhaus Ankerplatz

    Christliches Kinderhaus Ankerplatz

    Christliches Kinderhaus Ankerplatz
    Zweiter Platz 2018

    Ort: Zethau
    Bundesland: Sachsen
    Handlungsfeld: Nutzung und Aufwertung des Sozialraums
    Aktiv seit: 2014
    Wirkungsradius: Ländlicher Raum

    Kontakt: Kinderarche Sachsen e.V., Andrea Schwieder (Koordinatorin), zethau[@]kinderarche-sachsen.de

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    Eine breite Palette an Bildungsangeboten gibt es oft nur in der Stadt – für Kinder auf dem Land sind sie oftmals schwierig zu erreichen. Dass es auch anders geht, zeigt das Bündnis Christliches Kinderhaus Ankerplatz im sächsischen Zethau. Das Netzwerk aus sechs lokalen Partnern ist 2014 aus einer Initiative der örtlichen Kita heraus entstanden. Es sorgt dafür, dass in dem 800 Einwohner zählenden Ortsteil der Gemeinde Mulda verschiedene Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder und Familien etabliert werden: Zusammen mit der Kirchengemeinde, Kommunalpolitikern und weiteren Zusammenschlüssen werden Bastelwerkstätten organisiert und einmal pro Jahr ein Familienfest veranstaltet. Mit Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr konnte die Kita im Ort zudem eine Schwerpunktwoche zum Thema Feuer organisieren. Und dank der Beteiligung eines Sportvereins hat das Bündnis eine Kindersportgruppe ins Leben gerufen. Die Zethauer zeigen: Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen – und es braucht Kinder, um ein Dorf mit Leben zu füllen.

    Das sagt die Jury

    Das Kinderhaus entwickelt das Dorf: Gute kindorientierte Arbeit ist der Impuls für die Stärkung einer stabilen Zivilgesellschaft im ländlichen Raum.

    Junge und ältere Bürgerinnen und Bürger finden hier passende und vielfältige Angebote. Das Kinderhaus ist ein zentraler Schauplatz im Dorf und Anlaufstelle auch für zugezogene Dorfbewohnerinnen und -bewohner.

    Die gegenseitige Verantwortung, die nicht am Gartenzaun endet und das Wissen, dass es neben vielen Kindern eben auch gute Bildungsangebote braucht, hält die Bürger zusammen.

  • AWO Kindertagesstätte „Hanna Lucas“

    AWO Kindertagesstätte „Hanna Lucas“

    AWO Kindertagesstätte „Hanna Lucas“
    Zweiter Platz 2018

    Ort: Wedel
    Bundesland: Schleswig-Holstein
    Größe: 85 Kinder, 29 Mitarbeitende
    Träger: Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Wedel e. V.
    Unsere Stärke: Beteiligung von Kindern und Mitarbeitenden

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    Das Fundament qualitativ hochwertiger Kita-Arbeit sind gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte. In der AWO Kindertagesstätte Hanna Lucas in Wedel bei Hamburg wird Teamarbeit deshalb seit mehr als 15 Jahren großgeschrieben. Doch nicht nur die Mitarbeiter werden an wichtigen Entscheidungen beteiligt, auch die Kinder reden mit. Seit 2009 hat der Kindergarten sogar eine eigene Verfassung, die auch ideeller Bestandteil der Arbeitsverträge ist. Sie legt zum Beispiel fest, dass regelmäßig Kinderkonferenzen stattfinden, die Vertreter in den Kindergartenrat entsenden dürfen. Zudem gibt es die sogenannte bunte Konferenz, in der alle Kinder und Mitarbeitenden zusammen mit interessierten Eltern und Trägervertretern entscheiden dürfen. Darüber hinaus arbeitet die Einrichtung mit anderen Organisationen in ihrer Umgebung zusammen. Sie integriert Elternberatungsangebote anderer Institutionen in den Tagesablauf. Die Kita engagiert sich auch im Hinblick auf das soziale Miteinander in der Nachbarschaft: Im Häkel-Büddel-Club der Einrichtung darf jeder mithäkeln – auch dann, wenn hier kein eigenes Kind oder Enkelkind betreut wird.

    Das sagt die Jury

    Kinderbeteiligung wird hier großgeschrieben, zum Beispiel durch einen Kinderrat.

    Pädagogische Fachkräfte sind tatsächlich Mitlernende und Mitgestaltende des Bildungsprozesses zwischen Kindern und Fachkräften.

    Die heilpädagogische Arbeit wird in den Kita-Alltag integriert und ist so einfühlsam und kindorientiert, dass sie tatsächlich Inklusion statt nur Integration ermöglicht.

    Die Qualifikationen aller Mitarbeitenden werden gewinnbringend eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt sowie für Beratungen genutzt.

    Das Kita-Team setzt sich zudem für verbesserte Rahmenbedingungen im kommunalpolitischen Raum ein.

  • Gemeinde Kyffhäuserland

    Gemeinde Kyffhäuserland

    Gemeinde Kyffhäuserland
    Zweiter Platz 2018

    Ort: Kyffhäuserland
    Bundesland: Thüringen
    Handlungsfeld: Nutzung neuer Lerngelegenheiten vor Ort
    Aktiv seit: 2014
    Wirkungsradius: Ländlicher Raum

    Kontakt: Gemeinde Kyffhäuserland, Tel. 034671 660-0

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    An der Grenze zu Sachsen-Anhalt haben sich 2012 acht nordthüringische Dörfer um das Kyffhäusergebirge zur Gemeinde Kyffhäuserland zusammengeschlossen. Die Gemarkung der neu entstandenen Kommune erstreckt sich über insgesamt 128 Quadratkilometer – ein weitläufiges Gebiet, in dem Kinder eine Menge zur Natur und Geschichte der Region entdecken können. Deshalb arbeiten die sechs Kitas im Kyffhäuserland nicht nur mit Landkreisvertretern und der örtlichen Grundschule zusammen, sondern auch mit der Feuerwehr, der Polizei, dem Forstamt oder der Verwaltung des Naturparks vor Ort. Daneben unterstützen weitere Bildungseinrichtungen das lokale Bündnis. Insgesamt 14 Partner haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Kleinsten in der Gemeinde in ihrer natürlichen Neugier zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass sie die vielfältigen Bildungsorte und Lerngelegenheiten vor ihrer Haustür nutzen können. So übernimmt die Polizei die Verkehrserziehung und das Forstamt stellt ein Waldgrundstück zur Verfügung, das die Kitas täglich nutzen können. Der Elternbeirat hat das Projekt „Komm mit auf eine Zeitreise durch das Kyffhäuserland“ ins Leben gerufen, in dem Kita-Kinder die Sehenswürdigkeiten der Region kennenlernen.

    Das sagt die Jury

    Das Bündnis ist ein Lehrstück der Demografieentwicklung. Kindorientierung und nachhaltige Dorfentwicklung werden hier vereint.

    Die Bündnispartner nehmen die gemeinsame Verantwortung wahr, einkommensunabhängige Entwicklungsmöglichkeiten für alle Kinder zu bieten.

    Die Bündnispartner sind vereint durch die Überzeugung, dass Kinder vielfältige und anregende außerschulische Lernorte brauchen.

    Alle Beteiligten werden kompetenzorientiert eingebunden und fühlen sich persönlich aufgefordert, ein gutes Vorbild für „ihre“ Kinder zu sein.

  • Bürgernetzwerk für Kinder

    Bürgernetzwerk für Kinder

    Bürgernetzwerk für Kinder
    Finalist 2018

    Ort: Trebgast
    Bundesland: Bayern
    Handlungsfeld: familienfreundliche Angebote schaffen, um dem Bevölkerungsschwund entgegenzuwirken
    Aktiv seit: 2008
    Wirkungsradius: ländliche Region

    Kontakt: Gemeinde Trebgast, Werner Diersch (Koordinator), Werner.Diersch[@]Trebgast.de

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    Städte wachsen, ländliche Regionen schrumpfen. Letzteres weiß auch die Gemeinde Trebgast in Oberfranken. Das Bürgernetzwerk Trebgast möchte diese Entwicklung durch verlässliche Bildungs- und Betreuungsangebote stoppen. Sie sollen vor allem junge Familien wieder in die Region ziehen. Initiator und treibende Kraft ist der seit Gründung des Bündnisses amtierende Bürgermeister Werner Diersch. Als ehemaliger Elternbeiratsvorsitzender und Vater dreier Kinder erkannte er die Probleme des Ortes sofort und machte sich daran, sie zu lösen. Inzwischen gehören 20 Partner zum Bürgernetzwerk Trebgast, darunter die örtliche Grundschule, eine Kita, ein Hort und eine Krippe sowie mehrere Vereine und die evangelische Kirchengemeinde. Und Werner Diersch freut sich, denn das Bündnis funktioniert: Seiner Meinung nach, hat das Bürgernetzwerk Trebgast den Bevölkerungsrückgang bereits aufgehalten und die Nachfrage nach Wohnungen im Ort besonders durch junge Familien angekurbelt. 

  • Naturwissenschaftlicher und kultureller Bildungsverbund

    Naturwissenschaftlicher und kultureller Bildungsverbund

    Naturwissenschaftlicher und kultureller Bildungsverbund
    Finalist 2018

    Ort: Berlin-Moabit
    Bundesland: Berlin
    Handlungsfeld: Optimale Übergänge in der Bildungskette und erforschendes Lernen
    Aktiv seit: 2012
    Wirkungsradius: Großstadt, innerstädtisch

    Kontakt: Bildungsverbund Moabit, Büro Büttner & Partner, Thomas Büttner (Koordinator), buettner[@]prozessberatung.org

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    Vier Wasserstraßen umschließen Berlin-Moabit und machen den Ortsteil zu einer Insel, die nur durch Brücken mit dem übrigen Stadtgebiet verbunden ist. Brücken zu bauen hat sich auch der naturwissenschaftliche und kulturelle Bildungsverbund Moabit vorgenommen – zwischen Kitas und Schulen sowie den weiteren zahlreichen Lernorten im Kiez. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Institutionen entlang der Bildungsbiographie der Kleinsten optimal vorzubereiten, ist das Ziel dieses Netzwerks. Es besteht aus 14 Kitas und 40 weiteren Partnern aus dem schulischen und zivilgesellschaftlichen und dem Verwaltungsbereich. Auch eine Musikschule und die Stadtteilbibliothek arbeiten mit, wenn es darum geht Kooperationsprojekte zwischen Kitas und Schulen zu naturwissenschaftlichen und kulturellen Themen auf die Beine zu stellen. Die Angebote, in denen das erforschende Lernen im Mittelpunkt steht, reichen von einem Kräutergarten über einen Baukurs für Musikinstrumente bis hin zum Experimentieren mit erneuerbaren Energien. So können Kita-Kinder ganz unkompliziert ihre spätere Schule, ein außerschulisches Bildungsangebot und die Bildungsmacher vor Ort kennenlernen – und dabei Erstaunliches erforschen. 

  • Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof

    Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof

    Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof
    Zweiter Platz 2018

    Ort: Hamm
    Bundesland: Nordrhein-Westfalen
    Größe: 66 Kinder, 17 Mitarbeitende
    Träger: Ev. Kirchenkreis Hamm
    Unsere Stärke: Lernen durch Entdecken – Reggiopädagogik

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    Kinder lernen am besten, wenn sie die Welt selbst erforschen und erleben. Die Evangelische Kindertageseinrichtung Uphof ist ein reinstes Entdeckerland. Die Räume der Einrichtung sind Werkstätten, Ateliers, Spiegelkabinette oder Zauber- und Wunderkammern, in denen die Kinder forschen und experimentieren. Erzieherinnen und Erzieher begleiten sie dabei auf ihrer Entdeckungsreise. Die kleinen Abenteurer erkunden die Welt aber nicht nur in der Kita, sondern auch außerhalb in zahlreichen Exkursionen mit der ganzen Familie. Es gibt zum Beispiel einen „Generationengarten“. Hier kommen Kita-Kinder mit Schülerinnen und Schülern, Jugendlichen und Senioren in Kontakt, lernen voneinander und haben gemeinsam Spaß. Die Kinder in der Evangelischen Kindertageseinrichtung Uphof gestalten das Kita-Leben aktiv mit und erfahren ein hohes Maß an Selbstständigkeit. Sie lernen Fragen zu stellen und Antworten zu finden. So wird jeder Tag im Kindergarten zu einem Abenteuer.

    Das sagt die Jury

    Diese Kita verbindet vorbildhaft MINT mit digitalen Technologien.

    Die Bildungsangebote sind vielfältig und kreativ und gehen von den Bedürfnissen und Ideen der Kinder aus. 

    Kinder experimentieren, erforschen und entdecken und dies nicht nur innerhalb der Kita, sondern vor allem auch bei vielfältigen Ausflügen und Erkundungstouren in der Umgebung gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern.

    Die Kita zeigt beispielhaft wie Räume mit Werkstätten, Ateliers, Spiegelkabinetts und Zauber- und Wunderkammern gestaltet werden können.