Wie erleben unsere Kinder, was Teilhabe bedeutet? Wie können sie sich aktiv einbringen, ihre Meinung äußern und mitbestimmen? Viele Kitas und Bündnisse reflektieren derzeit, wie sie Kindern im Alltag Beteiligung ermöglichen. Denn Partizipation zählt zu den vier Qualitätsdimensionen beim Deutschen Kita-Preis und spielt eine wichtige Rolle im laufenden Bewerbungsprozess.
Damit schon die Jüngsten echte Teilhabe erfahren, braucht es Erwachsene, die ihnen zuhören, die sie ernst nehmen und die ihnen Verantwortung zutrauen. Beteiligung gelingt, wenn Kinder wissen, wann und wo sie mitbestimmen oder selbst entscheiden dürfen. Dazu gehört auch, dass Erwachsene es zulassen, dass Kinder ihre Entscheidungen hinterfragen.
Zwei Publikationen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung greifen das Thema auf und bieten Interessierten praktische Beispiele und Impulse, wie Beteiligung von Kindern gelingt. Ein Angebot richtet sich an Kitas und eins an Kommunen:
Kita-Kalender „Gemeinsam stark durchs Jahr – Beteiligung von Kindern im Fokus“

Der Kalender aus dem Programm „Demokratie in Kitas stärken“ lädt pädagogische Fach- und Leitungskräfte zum Reflektieren der eigenen Arbeit ein. Woche für Woche öffnen sich kleine Fenster in verschiedene Bereiche des Kita-Alltags mit Beispielen, Fragen und Anregungen rund um das Thema Beteiligung: Wie beteiligen wir Kinder im Alltag wirklich? Wo können wir ihnen mehr Mitbestimmung ermöglichen? Wo treffen wir Entscheidungen stellvertretend für sie – und warum eigentlich? Der Kalender steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
Broschüre mit Materialpaket „Kinder beteiligen – Kommunen gestalten“

Wie können Kommunen die Perspektiven von Kindern systematisch in Entscheidungen einbinden? Genau das wurde im sächsischen Modellprojekt „Bürger:innenrat mit Kindern“ erprobt. Die gesammelten Erfahrungen und angewandten Methoden wurden jetzt in einer Broschüre gebündelt. Damit Interessierte aus anderen Kommunen direkt loslegen können, wird die Broschüre von einem umfangreichen Materialpaket begleitet – von Einladungen zum Rat über wichtige Elterninformationen bis hin zu Checklisten für die Projektphasen.
Für noch mehr Inspiration zum Thema lohnt sich ein Blick auf unsere Landkarte mit den bisherigen Finalisten und Preisträgern des Deutschen Kita-Preises: In der drittplatzierten Kita des Jahres 2025 bringen zum Beispiel schon die Jüngsten ihre Wünsche und Beschwerden mit dem „Wichtig-Brief“ ein. Das Team greift diese auf und überträgt sie konsequent in den Kita-Alltag. Beim erstplatzierten Bündnis des Jahres 2025 teilen Kita-Kinder ihre Perspektiven zur Schule in Malinterviews mit, anhand derer der bevorstehende Übergang gemeinsam gestaltet wird.
Wie ermöglichen Sie Beteiligung?
Ob in der Kita oder in der Kommune – wir sind gespannt, wie Sie Partizipation und unsere anderen Qualitätsdimensionen in der Praxis gestalten und mit Leben füllen. Erzählen Sie uns von Ihren guten Beispielen: Interessierte Kitas und Bündnisse können sich noch bis zum 20. März um den Deutschen Kita-Preis 2026 bewerben.
