Jury

© DKJS/Dariusz Misztal

Perspektivenvielfalt im Auswahlprozess

Die Jury berücksichtigt die unterschiedlichen Perspektiven auf Qualität. Sie wird jedes Jahr vielfältig und fachlich fundiert besetzt. Die Sichtweisen der Kita-Praxis sowie ihrer Träger, der Eltern, der kommunalen Praxis, der Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sind vertreten.

Die diesjährigen Jurymitglieder und ihre Perspektiven stellen wir im Herbst hier vor.

Das war die Jury des Deutschen Kita-Preises 2025

Anne Rolvering

„Die Kitas und Bündnisse, die im Finale des Deutschen Kita-Preises stehen, sind beeindruckende Beispiele dafür, wie Qualität in der frühen Bildung aussehen kann. Allen ist gemeinsam, dass sie die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien in den Mittelpunkt stellen und als Kita- oder Bündnis-Team zusammen Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig sind die Ideen und Wege, die sie dafür gehen, so unterschiedlich wie die Menschen und Ausgangslagen vor Ort. Die Praxiseinblicke inspirieren und bewegen mich jedes Jahr aufs Neue. Mit dem Deutschen Kita-Preis möchten wir die Menschen und ihre wertvolle Arbeit anerkennen, aber auch die Bedeutung hoher Qualität und guter Rahmenbedingungen in die Breite tragen.“

©DKJS/Stefanie Loos

Dr. Dirk Bange

„Der Deutsche Kita-Preis ist eine hervorragende Auszeichnung. Er schafft bundesweit Anerkennung und Sichtbarkeit für Kitas als Bildungseinrichtungen und verdeutlicht ihre Bedeutung für die gelingende Bildungsbiografie von Kindern. Durch seine praxisorientierte Ausrichtung ist er Inspirationsquelle für Fachkräfte vor Ort und Entscheidungspersonen aus Politik und Verwaltung. Meine langjährige Erfahrung als Verantwortungsträger im Kita-Bereich und die damit verbundenen Kontakte haben mir gezeigt, dass genau diese Ausrichtung auf die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Kitas einzahlt. Deswegen bin ich sehr gerne Jury-Mitglied.“

©Dirk Bange

Matthias Franzmann

„Unsere Vorschulmarke KiKANiNCHEN steht für ein mediales Erlebnis, bei dem Bildung, Spaß und Orientierung gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Gerade die Jüngsten brauchen Orientierung, suchen Herausforderungen, wollen und können so viel Neues lernen. Eine bestmögliche Begleitung ist ein unschätzbar hohes Gut in dieser Lebensphase. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die tägliche Kita-Betreuung. Der Deutsche Kita-Preis schärft den Blick auf diese wichtige Kindheitsbegleitung und fördert Qualität, die preiswürdig und nachahmenswert ist. Großartig!“

©KiKA/Carlo Bansini

Christiane Gutwein

„Seit Jahrzehnten bin ich im Bereich der frühkindlichen Bildung tätig und dabei waren mir die Teilhabe aller Beteiligten, die Kinderrechte und die Qualitätsentwicklung sehr wichtig. Daher freue ich mich, dass ich nun als Jurorin die Möglichkeit habe, mich an der Auswahl der Preisträger für den Deutschen Kita-Preis 2025 zu beteiligen und meine Sicht auf gute Qualität in der frühen Bildung einbringen zu können. Mit großem Interesse werde ich die Berichte studieren und anerkennen und bin sehr gespannt, welche Entwicklungsprozesse und Leistungen die einzelnen engagierten Kitas und Bündnisse beschreiben.“

©Christiane Gutwein

Tanja Küsgens

„Die dbb bundesfrauenvertretung spricht sich seit langem für eine verlässliche, flexible und qualitative Kinderbetreuung aus. Kitas leisten einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine hohe Qualität in der frühen Bildung und die Vermittlung von Haltungen und Werten auch in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit sind dabei von großer Bedeutung. Als Konrektorin einer Grundschule erlebe ich in der Zusammenarbeit mit Kitas großes Engagement für das Wohlergehen der Kinder. Hier leisten die Erzieher:innen täglich Enormes. Mit dem Deutschen Kita-Preis hat die dbb bundesfrauenvertretung die Möglichkeit für diesen Einsatz zu danken!“

©Inga Haar

Prof. Dr. Michael Lichtblau

„Ich freue mich sehr, die Jury in diesem Jahr mit meiner Expertise in den Bereichen Diversität und Inklusion bei der Auswahl unterstützen zu dürfen. Seit über 15 Jahren erforsche ich gemeinsam mit frühkindlichen Einrichtungen, wie eine erfolgreiche inklusive und diversitätssensible Kitapraxis auch unter den aktuellen Bedingungen gestaltet werden kann. Eine wichtige Erkenntnis daraus ist für mich, dass es dafür kein Patentrezept gibt, Erfolg aber immer auf wertschätzender Kooperation aller Beteiligten aufbaut, die sensibel auf individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Lebensweltbezüge eingeht.“

©Roman Brodel

Prof. Dr. Johannes Schütte

„Die Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Kindertageseinrichtungen leisten schon jetzt einen wichtigen Beitrag, um ungleiche Bildungschancen auszugleichen. Innovative Konzepte und Ideen aus der Praxis sind hier unverzichtbar und müssen gewürdigt und verbreitet werden.“

©Thilo Schmülgen/TH Köln

Stefan Spieker

„Der Deutsche Kita-Preis zeigt Jahr für Jahr, dass Krippen, Kitas und Kindergärten für viele Kinder den Unterschied machen, wenn es darum geht, gut ins Leben zu starten. Die pädagogischen Fachkräfte in unserem Land können und wollen echte Bildungsarbeit leisten und solide Bildungsbiografien begründen. Als Jurymitglied will ich genau dieses Engagement sichtbar machen und zur Verbreitung wirkungsvoller Initiativen beitragen.“

©Fröbel e.V./Stefan Specht

Prof. Dr. Katrin Velten

„Als Forscherin mit dem Schwerpunkt auf der Partizipation von Kindern und ihrer Selbstwirksamkeit freue ich mich, die Jury des Deutschen Kita-Preises fachlich zu bereichern. Mein Ziel ist, erwachsenenzentrierte Strukturen, Haltungen und Glaubenssätze wissenschaftlich zu hinterfragen und Kitas darin zu stärken, Kinder als Expert:innen ihrer Lebenswelt konsequent ernst zu nehmen. Das geht aus meiner Sicht über die punktuelle Einbeziehung von Kindern hinaus und richtet sich auf die gemeinsame Entwicklung von Bildungsqualität in allen Bereichen. Die Juryarbeit bietet mir die Chance, genau das in der Qualitätsentwicklung zu evaluieren und innovative Ansätze sichtbar zu machen.“

©Gregor Herse