Jury

© DKJS
Perspektivenvielfalt im Auswahlprozess
Die Jury berücksichtigt die unterschiedlichen Perspektiven auf Qualität. Sie wird jedes Jahr vielfältig und fachlich fundiert besetzt. Die Sichtweisen der Kita-Praxis sowie ihrer Träger, der Eltern, der kommunalen Praxis, der Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sind vertreten.
Die diesjährigen Jurymitglieder und ihre Perspektiven stellen wir im Herbst hier vor.
Das war die Jury des Deutschen Kita-Preises 2025

Johannes Sturm
Unterabteilungsleiter im Bundesministerium
für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
„Wir alle wollen, dass Kinder in Deutschland gut aufwachsen können. Eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung und Betreuung ist dazu ein wichtiger Beitrag. Aus diesem Grund investiert der Bund in die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung. Das ist gut für die Kinder und ihre Familien. Es profitiert aber auch die ganze Gesellschaft davon. Deshalb Dank und Anerkennung für alle, die sich in Kitas und Bündnissen dafür einsetzen, dass gute frühe Bildung gelingt!“
©DKJS

Anne Rolvering
Geschäftsführerin
der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung
„Die Kitas und Bündnisse, die im Finale des Deutschen Kita-Preises stehen, sind beeindruckende Beispiele dafür, wie Qualität in der frühen Bildung aussehen kann. Allen ist gemeinsam, dass sie die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien in den Mittelpunkt stellen und als Kita- oder Bündnis-Team zusammen Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig sind die Ideen und Wege, die sie dafür gehen, so unterschiedlich wie die Menschen und Ausgangslagen vor Ort. Die Praxiseinblicke inspirieren und bewegen mich jedes Jahr aufs Neue. Mit dem Deutschen Kita-Preis möchten wir die Menschen und ihre wertvolle Arbeit anerkennen, aber auch die Bedeutung hoher Qualität und guter Rahmenbedingungen in die Breite tragen.“
©DKJS/Stefanie Loos

Dr. Elke Alsago
Leiterin der Bundesfachgruppe
Erziehung, Bildung und Soziale Arbeit
bei ver.di
„Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Mädchen und Jungen in sozialpädagogischen Institutionen erfordern deren professionelle Gestaltung und Begleitung. Dabei sind die Lebenssituationen der Familien, die individuelle Entwicklung der Kinder genauso zu berücksichtigen wie die Rahmenbedingungen der Kitas und die Arbeitssituation der Beschäftigten. Durch den Deutschen Kita-Preis wird auf dieses Zusammenspiel aufmerksam gemacht und das Engagement der Akteurinnen und Akteure gewürdigt. Gleichzeitig wird damit öffentlich auf die Bedeutung der Kindheit und die notwendigen Freiräume von Kindern hingewiesen, die sie brauchen, um sich in ihrem eignen Tempo entwickeln zu können. Dabei wirken wir als ver.di gern mit!“
©privat

Dr. Dirk Bange
Leiter des Amts für Familie bei
der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
in Hamburg
„Der Deutsche Kita-Preis ist eine hervorragende Auszeichnung. Er schafft bundesweit Anerkennung und Sichtbarkeit für Kitas als Bildungseinrichtungen und verdeutlicht ihre Bedeutung für die gelingende Bildungsbiografie von Kindern. Durch seine praxisorientierte Ausrichtung ist er Inspirationsquelle für Fachkräfte vor Ort und Entscheidungspersonen aus Politik und Verwaltung. Meine langjährige Erfahrung als Verantwortungsträger im Kita-Bereich und die damit verbundenen Kontakte haben mir gezeigt, dass genau diese Ausrichtung auf die zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Kitas einzahlt. Deswegen bin ich sehr gerne Jury-Mitglied.“
©Dirk Bange

Isa Baumgarten
Vorstandsvorsitzende
der Heinz und Heide Dürr Stiftung Berlin
„Die Erfahrungen, die die Heinz und Heide Dürr Stiftung seit dem Jahr 2000 in der praktischen Umsetzung des Early Excellence-Ansatzes in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren gesammelt hat, möchte ich gerne in die Jury einbringen. Der Deutsche Kita-Preis zeichnet Initiativen aus, die Partizipation und Vernetzung im Sozialraum mitdenken. Qualitätsentwicklung in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung benötigt neben förderlichen Rahmenbedingungen das Einbeziehen und Mitwirken von Kindern und Eltern. Der Vernetzung im Sozialraum kommt dabei eine große Bedeutung zu, um sich an den jeweiligen Bedürfnissen der Familien auszurichten.“
©Lena Fingerle

Matthias Franzmann
Leiter der Redaktion Vorschule,
Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA)
„Unsere Vorschulmarke KiKANiNCHEN steht für ein mediales Erlebnis, bei dem Bildung, Spaß und Orientierung gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Gerade die Jüngsten brauchen Orientierung, suchen Herausforderungen, wollen und können so viel Neues lernen. Eine bestmögliche Begleitung ist ein unschätzbar hohes Gut in dieser Lebensphase. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die tägliche Kita-Betreuung. Der Deutsche Kita-Preis schärft den Blick auf diese wichtige Kindheitsbegleitung und fördert Qualität, die preiswürdig und nachahmenswert ist. Großartig!“
©KiKA/Carlo Bansini

Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin
Projektleitung
Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
beim Deutschen Jugendinstitut (DJI)
„Die frühe Bildung blickt auf eine Expansionsgeschichte zurück, die ihresgleichen sucht. Kitas gehören heute selbstverständlich zum Aufwachsen von Kindern hinzu. Zugleich sind Kitas zum größten institutionellen Netzwerk für Familien geworden. Kitas haben das Potenzial, gemeinsam mit den Eltern den Grundstein für eine gelingende Bildungsbiographie zu legen. Was Kitas hierfür brauchen, ist empirisch gut belegt: Die Fachkraft-Kind-Relation und die Qualifikation der Fachkräfte gehören dazu. Das heißt: Die Rahmenbedingungen in Kitas müssen stimmen, so dass die Teams ihre pädagogischen Visionen verwirklichen können. Das trägt auch zur Personalbindung bei – ein positiver Nebeneffekt in Zeiten des Fachkräftemangels.“
©Felix Krammer

Christiane Gutwein
Referentin in Altersteilzeit
beim DRK Landesverband Westfalen-Lippe e.V.
„Seit Jahrzehnten bin ich im Bereich der frühkindlichen Bildung tätig und dabei waren mir die Teilhabe aller Beteiligten, die Kinderrechte und die Qualitätsentwicklung sehr wichtig. Daher freue ich mich, dass ich nun als Jurorin die Möglichkeit habe, mich an der Auswahl der Preisträger für den Deutschen Kita-Preis 2025 zu beteiligen und meine Sicht auf gute Qualität in der frühen Bildung einbringen zu können. Mit großem Interesse werde ich die Berichte studieren und anerkennen und bin sehr gespannt, welche Entwicklungsprozesse und Leistungen die einzelnen engagierten Kitas und Bündnisse beschreiben.“
©Christiane Gutwein

Ulrike Korbach
Bündniskoordinatorin beim Kunstreich im Pott e.V.
Teil des Lokalen Bündnisses für frühe Bildung
des Jahres 2024
„Unser Bündnis Dortmunder Nordstadt wurde 2024 mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet. Als Koordinatorin bringe ich mich nun in die Jury ein – mit der Perspektive einer freiberuflichen Filmemacherin, die seit 2009 kulturelle Bildungsprojekte in Kitas gestaltet. Bündnisse agieren außerhalb des Kitaalltags und schaffen wichtige Impulse. Wir Künstler:innen ergänzen die pädagogische Sichtweise von Erzieher:innen durch kreative, erzählerische und partizipative Ansätze in der Arbeit mit Kindern.“
©DKJS/Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz

Tanja Küsgens
Beisitzerin der Geschäftsführung
der dbb bundesfrauenvertretung
„Die dbb bundesfrauenvertretung spricht sich seit langem für eine verlässliche, flexible und qualitative Kinderbetreuung aus. Kitas leisten einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine hohe Qualität in der frühen Bildung und die Vermittlung von Haltungen und Werten auch in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit sind dabei von großer Bedeutung. Als Konrektorin einer Grundschule erlebe ich in der Zusammenarbeit mit Kitas großes Engagement für das Wohlergehen der Kinder. Hier leisten die Erzieher:innen täglich Enormes. Mit dem Deutschen Kita-Preis hat die dbb bundesfrauenvertretung die Möglichkeit für diesen Einsatz zu danken!“
©Inga Haar

Myriam Lasso
Amtsleiterin
des Kinder- und Jugendamtes Heidelberg
„Eine gute, qualitativ hochwertige und auch inklusive frühkindliche Bildung – besonders in der aktuellen Situation eines massiven Fachkräftemangels – mit innovativen und zukunftsweisenden Konzepten umzusetzen, ist mir ein ganz besonderes Anliegen. Als Kommune stehen wir mit den Kindertageseinrichtungen insbesondere in der Verantwortung, Kindern mit einer hochwertigen frühkindlichen Bildung gute Startchancen zu geben, soziale Ungleichheit zu minimieren, Familien in vielfältiger Weise zu unterstützen und letztendlich Kitas zu zentralen Orten des Miteinanders im Sozialraum zu entwickeln. Diese ganzheitliche Perspektive der Kinder- und Jugendhilfe möchte ich gerne als Jurymitglied einbringen und freue mich sehr auf die innovativen Ansätze der Bewerberinnen und Bewerber.“
©Stadt Heidelberg

Prof. Dr. Michael Lichtblau
Professor für Kindheitspädagogik
an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
„Ich freue mich sehr, die Jury in diesem Jahr mit meiner Expertise in den Bereichen Diversität und Inklusion bei der Auswahl unterstützen zu dürfen. Seit über 15 Jahren erforsche ich gemeinsam mit frühkindlichen Einrichtungen, wie eine erfolgreiche inklusive und diversitätssensible Kitapraxis auch unter den aktuellen Bedingungen gestaltet werden kann. Eine wichtige Erkenntnis daraus ist für mich, dass es dafür kein Patentrezept gibt, Erfolg aber immer auf wertschätzender Kooperation aller Beteiligten aufbaut, die sensibel auf individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Lebensweltbezüge eingeht.“
©Roman Brodel

Biona Schütt
Managing Editor ELTERN
im Verlag Gruner + Jahr
„In unserer großen Community URBIA und auf unseren Socialkanälen sind wir bei Eltern.de ganz nah dran an den Wünschen und Sorgen der Eltern rund um das Thema Kita. Eine hochwertige und verlässliche Kinderbetreuung unterstützt nicht nur die Chancengleichheit der Kinder, sie ermöglicht auch Müttern und Vätern gleichermaßen, sich konzentriert ihren beruflichen Aufgaben widmen zu können. Zu sehen, wie ihr Kind täglich vorfreudig zu seinen kleinen Freunden in die Kita geht, beglückt und entspannt Eltern enorm. Die Erzieher:innen sind oft die ersten Bezugspersonen außerhalb der Familie, denen Eltern ihr Kostbarstes anvertrauen. Es ist der Verdienst dieser Erzieher:innen, wenn unsere Kinder ein gutes soziales Miteinander lernen, Geborgenheit in der Gruppe erleben und spielerisch und neugierig die Welt erkunden. Diese wichtige Aufgabe und Verantwortung der Erzieher:innen an besonderen Beispielen sichtbar zu machen und wertzuschätzen, ist mir eine große Ehre und Freude.“
©Gruner + Jahr/Alicia Martens

Prof. Dr. Johannes Schütte
Professor für Sozial- und Bildungspolitik
an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln
„Die Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Kindertageseinrichtungen leisten schon jetzt einen wichtigen Beitrag, um ungleiche Bildungschancen auszugleichen. Innovative Konzepte und Ideen aus der Praxis sind hier unverzichtbar und müssen gewürdigt und verbreitet werden.“
©Thilo Schmülgen/TH Köln

Dr. Nadine Seddig
Leitung Programme und Fördermanagement
in der DFL Stiftung
„Kinder sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und zugleich eine Minderheit – umso wichtiger ist es, sie mit guter Bildung zu unterstützen und ihre Stimmen, Erfahrungen und Rechte von Anfang an in den Mittelpunkt zu stellen. Gerechte Bildung beginnt in der Kita, die als Bildungsort eine Schlüsselrolle für Chancengerechtigkeit übernimmt. Die Qualität der Bildungsangebote ist hier entscheidend. Bewegung ist dabei ein wichtiger Teil frühkindlicher Bildung, den wir in der DFL Stiftung gezielt fördern. Als Jurymitglied möchte ich innovative Ansätze sichtbar machen und dazu beitragen, dass Kinderrechte und Bildungsqualität im Fokus stehen.“
©DFL Stiftung

Stefan Spieker
Vorstandsmitglied
im Didacta-Verband
„Der Deutsche Kita-Preis zeigt Jahr für Jahr, dass Krippen, Kitas und Kindergärten für viele Kinder den Unterschied machen, wenn es darum geht, gut ins Leben zu starten. Die pädagogischen Fachkräfte in unserem Land können und wollen echte Bildungsarbeit leisten und solide Bildungsbiografien begründen. Als Jurymitglied will ich genau dieses Engagement sichtbar machen und zur Verbreitung wirkungsvoller Initiativen beitragen.“
©Fröbel e.V./Stefan Specht

Martin Staubach
Sprecher der Bundeselternvertretung
der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi)
„Aus Elternsicht bedeutet Qualität in der frühen Bildung, dass Kinder in ihrem Tempo wachsen dürfen und Familien Unterstützung erfahren. Der Deutsche Kita-Preis macht Einrichtungen sichtbar, in denen Beteiligung, Respekt und gemeinsames Handeln gelebt werden. So werden Kinder gestärkt und Familien entlastet – ein Gewinn für unsere gesamte Gesellschaft!“
©BEVKi

Prof. Dr. Katrin Velten
Professorin für Bildung in der Kindheit
an der Alice Salomon Hochschule Berlin
„Als Forscherin mit dem Schwerpunkt auf der Partizipation von Kindern und ihrer Selbstwirksamkeit freue ich mich, die Jury des Deutschen Kita-Preises fachlich zu bereichern. Mein Ziel ist, erwachsenenzentrierte Strukturen, Haltungen und Glaubenssätze wissenschaftlich zu hinterfragen und Kitas darin zu stärken, Kinder als Expert:innen ihrer Lebenswelt konsequent ernst zu nehmen. Das geht aus meiner Sicht über die punktuelle Einbeziehung von Kindern hinaus und richtet sich auf die gemeinsame Entwicklung von Bildungsqualität in allen Bereichen. Die Juryarbeit bietet mir die Chance, genau das in der Qualitätsentwicklung zu evaluieren und innovative Ansätze sichtbar zu machen.“
©Gregor Herse

Sandra Zimmerling
Leiterin der Kita Regenbogenland in Rötha
Kita des Jahres 2024
„Ich freue mich, Teil der Jury des Deutschen Kita-Preises zu sein, weil es mir als Kita-Leitung die Möglichkeit gibt, sichtbar zu werden und meine Stimme für Kinder und ihre Zukunft einzubringen. Aus der Praxis bringe ich Erfahrung in Teamentwicklung, partizipativer Pädagogik und Qualitätsentwicklung mit. Besonders am Herzen liegt mir, Mut zu machen und Veränderungen anzustoßen. Wandel braucht Zeit und ist oft herausfordernd, doch Stillstand ist keine Option. Für unsere Kinder, ihre Zukunft und ein Bildungswesen, das lebendig bleibt. Wertvolle pädagogische Arbeit sichtbar und transparent zu machen, kann andere ermutigen und zum Nachahmen inspirieren.“
©Sandra Zimmerling
