Am 1. Juni feiern wir den Internationalen Kindertag. Mit vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen wird heute auf die Belange und Rechte von Kindern aufmerksam gemacht, um deren Verwirklichung voranzutreiben.
Feststeht: Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse, Meinungen und Interessen. Und jeder Mensch hat ein Recht darauf, diese zu äußern. Das machen Kinder nonverbal von Anfang an. Dass sie gehört werden und ihre Anliegen aufgegriffen werden, liegt an uns Erwachsenen. Bei den Finalisten und Preisträgern des Deutschen Kita-Preises ist das gelebte Praxis. Wie ein kindorientierter und partizipativer Kita-Alltag konkret aussehen kann, zeigen zwei Beispiele aus dem vergangenen Jahr:
Wo Wünsche an Bäumen wachsen
Im Garten der AWO Kita Jenzigblick in Jena wächst ein Wunschbaum. An seinen Ästen befestigen die Kinder ihre Anliegen und Wünsche – und das trägt Früchte: Vorschläge für das Zirkusprojekt oder das Piratenschiff im Garten kommen nicht nur von den Kindern, sie wirken auch aktiv an deren Umsetzung mit. Schon die Jüngsten entscheiden hier selbst, ob sie etwa den Wald erkunden, einen Kuchen backen oder beim Erzähltheater mitmachen.
Wo der Ideenreichtum von Kindern Alltag und Räume verändert
Ein Mittagsbuffet wie im Urlaub? Eine „Draußen-Gruppe“ zum Forschen in der Natur? Warum nicht? In der Städtischen Kita Burgweinting in Regensburg werden die Wünsche der Kinder ernst genommen. Ihre Ideen für den Alltag und die Räume bringen sie in der Kinderkonferenz, im Morgenkreis oder auf der „Sprechenden Wand“ ein. Regelmäßig tauschen sich Kinder und Fachkräfte anhand der Portfolios darüber aus, was in der Woche los war. Dabei stehen die Stärken und Interessen der Kinder im Fokus.
Viele weitere Einblicke in die Arbeit der bisherigen Finalisten und Preisträger gibt es hier. Und schon bald kommen neue Beispiele dazu: Die Auswahl der diesjährigen Finalisten ist in vollem Gange. Welche der 30 nominierten Kitas und Bündnisse ins Finale beim Deutschen Kita-Preis 2026 einziehen, entscheidet sich Ende Juni.
