Jury

Perspektivenvielfalt im Auswahlprozess

Die Jury berücksichtigt die unterschiedlichen Perspektiven auf Qualität. Sie wird jedes Jahr vielfältig und fachlich fundiert besetzt. Die Sichtweisen der Kita-Praxis sowie ihrer Träger, der Eltern, der kommunalen Praxis, der Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sind vertreten.

 

Jury des Deutschen Kita-Preises 2022

Dr. Miriam Saati

„Die Bewerbungen zeigen, wie viele Menschen sich dafür einsetzen, dass Kinder bei uns gut und glücklich aufwachsen können. Auch schwierige Rahmenbedingungen können sie nicht bremsen, sondern steigern nur ihr Engagement und ihre Kreativität. Das ist immer wieder inspirierend. Und es ist ein Glück, dass diese Menschen genau dort sind, wo sie sind. Der Kita-Preis bietet uns die Möglichkeit Danke zu sagen.“

Dr. Miriam Saati
Leiterin der Unterabteilung 51 "Kinder und Jugend" im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

©DKJS/Franziska Schmitt
Anne Rolvering

„In welchem Umfeld Kinder leben oder wo sie zuhause sind, darf für ihre Zukunftschancen nicht entscheidend sein. Dass jedes Kind gut aufwachsen kann, liegt mir und unserer Stiftung sehr am Herzen. Umso wichtiger ist es, dass wir beim Deutschen Kita-Preis zum 5. Geburtstag und auch zukünftig Bildungsgerechtigkeit gut im Blick haben. Eine hochwertige Kindertagesbetreuung und starke lokale Bündnisse können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Deshalb verdienen alle Menschen, die sich gemeinsam für gute Qualität und Chancengleichheit in der frühen Bildung engagieren, unsere Anerkennung und unseren Dank.“

Anne Rolvering
Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

©DKJS/André Forner
Isa Baumgarten

„Ich möchte die Erfahrungen, die die Heinz und Heide Dürr Stiftung seit dem Jahr 2000 bei der praktischen Umsetzung des Early Excellence-Ansatzes gesammelt hat, gern in die Jury mit einbringen. Der Deutsche Kita-Preis möchte Initiativen prämieren, die Partizipation und Vernetzung im Sozialraum mitdenken. Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen benötigt neben förderlichen Rahmenbedingungen das Einbeziehen und die Mitwirkung von Kindern und Eltern. Der Vernetzung im sozialen Umfeld kommt dabei eine große Bedeutung zu, denn daran richten sich die Bedürfnisse der Familien aus.“

Isa Baumgarten
Vorstandsvorsitzende der Heinz und Heide Dürr Stiftung Berlin

©Fabian Schellhorn
Judith Detlefsen

„Gemeinsam Ideen entwickeln und Problemen begegnen, Netzwerke als Bereicherung erleben. Schon bei den Kleinsten anfangen, sie gestärkt auf die Reise zu schicken und sie dabei, wo es nötig ist, begleiten, dies ist uns in der täglichen Arbeit im Bündnis immer wichtig. Unsere Erfahrungen mit anderen Netzwerken zu teilen und erleben, wie andere Netzwerke sich ihren Herausforderungen stellen, stärkt die Bündnisarbeit im Bereich frühe Bildung. Denn es bedarf bekanntlich ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Unsere Teilnahme am Deutschen Kita-Preis hat uns Impulse gegeben und unser Bündnis bereichert. Daher ist es mir eine Ehre und große Motivation, als Jurymitglied mitzuwirken.“

Judith Detlefsen
Koordinatorin des BildungsCampus Tarp e.V., Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres 2021

©Judith Detlefsen
Niels Espenhorst

„Gute Praxis zu identifizieren ist wichtig, um die Faktoren zu identifizieren, die für die Qualitätsentwicklung wichtig sind. Denn qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung ist voraussetzungsvoll und braucht unsere volle Unterstützung. Alle Kitas sollen gute Bildung, Erziehung und Betreuung gewährleisten können.“

Niels Espenhorst
Referent Kindertagesbetreuung, Der Paritätische Gesamtverband

©privat
Matthias Franzmann

„Unsere Vorschulmarke KiKANiNCHEN steht für ein mediales Erlebnis, bei dem Bildung, Spaß und Orientierung gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. Gerade die Jüngsten brauchen Orientierung, suchen Herausforderungen, wollen und können so viel Neues lernen. Eine bestmögliche Begleitung ist ein unschätzbar hohes Gut in dieser Lebensphase. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die tägliche Kita-Betreuung. Der Deutsche Kita-Preis schärft den Blick auf diese wichtige Kindheitsbegleitung und fördert Qualität, die preiswürdig und nachahmenswert ist. Großartig!“

Matthias Franzmann
Leiter der Redaktion Vorschule, Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA)

©KiKA/Carlo Bansini
Monika Goral

„Jedes Kind hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Die Kita ist die erste institutionelle Sozialisationsinstanz – auf die Kita kommt es deshalb an! Kitas als wichtige und ‚frühe’ Orte für Kinder und deren Familien zu stärken, ist öffentliche Aufgabe und ein Gewinn für uns alle. Der Deutsche Kita-Preis trägt dazu auf eine wundervolle Weise bei. Daran aktiv mitzuwirken, freut mich sehr.“

Monika Goral
Jugendamtsleiterin im Bezirk Mitte von Berlin

©Monika Goral
Prof. Dr. Bernhard Kalicki

„Die Lernpotenziale von Mädchen und Jungen in der frühen Kindheit sind erkannt. Unsere Kindertageseinrichtungen machen sich auf den Weg, Kindergärten und Kitas zu Bildungsorten zu machen. Da ist der Deutsche Kita-Preis ein sehr guter Ansatz, innovative Konzepte der frühen Bildung anzustoßen und gute Beispiele bekannt zu machen. Dies unterstütze ich gern durch meine Mitarbeit in der Jury.“

Prof. Dr. Bernhard Kalicki
Leiter der Abteilung Kinder und Kinderbetreuung des Deutschen Jugendinstituts (DJI)

©Deutsches Jugendinstitut e.V.
Prof. Dr. Julia Knopf

„Als Mitinitiatorin des DigitalPakts Kita engagiere ich mich für nachhaltige Digitalisierung in der Frühen Bildung. Kinder möchten ihre Lebenswelt verstehen: Sie haben unzählige Fragen – vermutlich in dieser turbulenten Zeit mehr denn je! Gemeinsam mit ihren vertrauensvollen Lernbegleiter*innen machen sie sich mit größter Hingabe, Neugierde und Kreativität auf den Weg. Sie staunen über alltägliche Phänomene, philosophieren über Vermutungen und stellen Zusammenhänge her, um Antworten zu finden. Die Verzahnung von Realität mit Möglichkeiten des Digitalen eröffnet ganz neue Chancen für die Kompetenzentwicklung der Kinder. Mit der Auszeichnung des Deutschen Kita-Preises ehren wir diejenigen, die tagtäglich zu einer hohen Qualität der Kitas heute und in der Zukunft beitragen.“

Prof. Dr. Julia Knopf
Vorstandsmitglied des Didacta Verbandes e. V., Vorsitzende des Ausschusses Frühe Bildung

©Julia Knopf
Tanja Küsgens

„Die dbb bundesfrauenvertretung spricht sich seit langem für eine verlässliche, flexible und qualitative Kinderbetreuung aus. Kitas leisten einen wichtigen Beitrag für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine hohe Qualität in der frühen Bildung und die Vermittlung von Haltungen und Werten auch in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit sind dabei von großer Bedeutung. Als Konrektorin einer Grundschule erlebe ich in der Zusammenarbeit mit Kitas großes Engagement für das Wohlergehen der Kinder. Hier leisten die Erzieher*innen täglich Enormes. Mit dem Deutschen Kita-Preis hat die dbb bundesfrauenvertretung die Möglichkeit für diesen Einsatz zu danken!“

Tanja Küsgens
Beisitzerin der Geschäftsführung der dbb bundesfrauenvertretung

©Inga Haar
Stéphane Lacalmette

„Ich bin regelmäßig beeindruckt von den tollen Ideen und Konzepten, die hinter unseren Kindertageseinrichtungen stehen! Diese Initiativen basieren zum Großteil auf dem hohen Engagement ihrer Leitungen und pädagogischen Fachkräfte. Wir bei der BEVKi legen mit unserer Eltern-Perspektive besonders Wert auf eine vorgelebte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, wo Mitwirkung der Kinder und Eltern eine starke Bedeutung hat. Beruflich arbeite ich daran, neue innovative Ideen und Lösungen zu suchen und zu finden, die dem Bedarf der Nutzenden – im Fall der Kitas wären das ganz klar die Kinder – entsprechen. Als Juror im Deutschen Kita-Preis möchte ich einen Blick darauf werfen, was hinter diesen besonderen Einrichtungen steht und wie sie entstanden sind, ganz nach dem Motto der Weg ist das Ziel.“

Stéphane Lacalmette
Vorstandsmitglied und Bundeselternsprecher der BEVKi (Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege)

©LEBK-BW
Ramona Mücke

„Die Qualität in den Kitas und die damit gestiegenen Anforderungen an alle pädagogischen Fachkräfte erfordern Mut und Engagement, sich auf Veränderungen und Neues einzulassen. Vielfalt, Verschiedenheit, Mitbestimmungsrecht und selbstständiges Handeln der Kinder sehe ich als eine wertvolle Bereicherung im Kita-Alltag. Prozesse werden angestoßen und regelmäßig reflektiert. Durch das Mitwirken in der Jury, welches mir eine besondere Ehre ist, darf ich vielfältige Konzepte, Prozesse und deren Umsetzung kennenlernen und meine Erfahrungen einbringen. Teil dieser Jury zu sein, bedeutet für mich eine neue, große und auch wertvolle Herausforderung. Darauf freue ich mich besonders!“

Ramona Mücke
Leiterin der integrativen Sprach-Kita „Villa Sonnenschein“, Kita des Jahres 2021

©Annett Dreßler
Maria-Theresia Münch

„Ein Ziel meiner Arbeit ist, mich dafür einzusetzen, dass die Qualität im System der Kindertagesbetreuung gestärkt, gesichert und wenn notwendig weiterentwickelt wird. Für mich ist der Deutsche Kita-Preis ein Baustein dafür, die bereits vorhandene gute Qualität in den Kindertageseinrichtungen und Bündnissen sichtbar zu machen. Zugleich sehe ich ihn als Anreiz, die Rahmenbedingungen, die eine gute Qualität ermöglichen, weiter zu verbessern und den Stellenwert der Kindertagesbetreuung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu stärken.“

Maria-Theresia Münch
Wissenschaftliche Referentin beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

©apropos_foto
Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann

„Kinder haben präzise Vorstellungen davon, was sie sich von einer ‚guten‘ KiTa und den Fachkräften (nicht) wünschen. Damit ihr Recht auf Gehör und Mitwirkung mehr Aufmerksamkeit und Berücksichtigung findet, haben mein Forschungsteam und ich zusammen mit fast 200 Kindern nicht nur Qualitätsdimensionen aus Kindersicht, sondern auch einen reichhaltigen Methodenschatz erarbeitet, der die Partizipation von Kindern an Qualitätsentwicklungsprozessen ermöglicht und forciert. Meine Mitwirkung an der Jury betrachte ich als Auftrag der Kinder, ihre Perspektiven auf KiTa-Qualität stark zu machen.“

Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann
Professorin für Allgemeine und Sozialpädagogik / Frühpädagogik an der Freien Universität Bozen - Fakultät für Bildungswissenschaften

©unibz/Erlacher
Holger Schulze

„Kitas sind nicht nur zentrale Bildungsorte für Kinder, sondern ebenso wie lokale Bündnisse insbesondere soziale Räume für Familien und Kieze. Dies gilt vor allem auch für eine Stadt wie Berlin mit seiner vielfältigen Sozialstruktur. Neben der erforderlichen Strukturqualität werden diese Einrichtungen vor allem vom Engagement und von der Fachlichkeit der Kitateams und Kitaleitungen geprägt. Der Deutsche Kita-Preis eröffnet hier einen hervorragenden Blick auf das, was möglich ist. Alle in der Auswahl befindlichen Kitas und lokalen Bündnisse sind großartige Beispiele für hohe Qualität und konzeptionelle Vielfalt in der Praxis.“

Holger Schulze
Leiter der Abteilung V Familie und frühkindliche Bildung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin

©Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Prof. Dr. Johannes Schütte

„Die Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern in Deutschland sind sehr unterschiedlich. Kindertageseinrichtungen leisten schon jetzt einen wichtigen Beitrag, um ungleiche Bildungschancen auszugleichen. Innovative Konzepte und Ideen aus der Praxis sind hier unverzichtbar und müssen gewürdigt und verbreitet werden.“

Prof. Dr. Johannes Schütte
Professor für Sozial- und Bildungspolitik an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln

©Thilo Schmülgen, TH Köln
Doreen Siebernik

„Kinder entdecken die Welt – spielend und überall. Kinder beobachten, hören zu, ahmen nach. Bleiben ihre Fragen unbeantwortet, hören sie auf, Fragen zu stellen. Es gibt eine Menge, was Kinder uns beibringen können. Die Konzentration etwa, mit der sie spielen, ganz versunken in den Augenblick, nicht ansprechbar. So scheint jeder Ursprung von Kreativität geprägt zu sein von der kindlichen Sicht auf die Welt, der Neugier und dem spielerischen Umgang mit dem Selbstverständlichen. Deshalb sind sie so wichtig: Die Kitas für alle Kinder und ihre Familien, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, von besonderen Förderbedarfen und vom jeweiligen Geschlecht.“

Doreen Siebernik
Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand, Leiterin des Vorstandsbereiches Jugendhilfe und Sozialarbeit bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

©GEW
Rosa Wetscher

„Die Marke ELTERN hat eine lange Tradition, es gibt uns seit über 50 Jahren. Bei aller Weiterentwicklung des Printmagazin und unserer Präsenz im Netz sind wir unseren Grundüberzeugungen treu geblieben. Ganz einfach gesagt: ELTERN will, dass es Kindern gut geht. Wie wichtig die Kita für das Wohlergehen von Kindern ist, das weiß ELTERN. Die Kita: ein Zuhause mit anderen Mitteln. Hier können Kinder lernen, sie werden gefördert, haben Spaß und erfahren Wärme und Zuwendung. Die Einrichtungen zu ehren, denen dies auf eine herausragende und vorbildliche Art gelingt, ist uns Freude und Ehre zugleich.“

Rosa Wetscher
Redaktionsleiterin der Gruner und Jahr Familienredaktion

©privat