Ungleich verpflichtet? Impulsbeitrag beleuchtet rechtliche Grundlagen der Kinder- und Jugendbeteiligung

© DKJS/Franziska Schmitt

Seit vergangener Woche stehen 16 Kitas und Bündnisse aus 11 Bundesländern im Finale des Deutschen Kita-Preises. Damit alle Kandidaten faire und gleiche Chancen haben, werden die individuellen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen vor Ort in jedem Auswahlschritt berücksichtigt. Doch warum sind die Bedingungen in den einzelnen Bundesländern, Landkreisen und Kommunen eigentlich so unterschiedlich?

Diese Frage greift der neue Impulsbeitrag der Regionalen Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement Nord (REAB Nord) mit Blick auf die rechtlichen Grundlagen von Kinder- und Jugendbeteiligung auf. Denn wo junge Menschen in Deutschland aufwachsen, entscheidet maßgeblich darüber, wie stark sie – rechtlich gesehen – an politischen und gesellschaftlichen Prozessen beteiligt werden müssen.

In ihrem Beitrag beleuchtet Programmreferentin Maybrit Windmann von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) die heterogene Rechtslandschaft in Deutschland und zeigt auf, welche strategischen Hebel das kommunale Bildungsmanagement nutzen kann, um echte Teilhabe zu sichern und diese administrativ zu verankern.

Wie das in der Praxis gelingen kann, zeigt ein Beispiel aus dem Landkreis Leipzig. Dort wurde durch einen Kreistagsbeschluss ein partizipatives, landkreisweites Beteiligungskonzept inklusive einer eigenen Koordinierungsstelle und einer Jugendgruppe ins Leben gerufen.

Der Beitrag bietet neben einem strukturierten Überblick über die rechtlichen Feinheiten in Form von Muss-, Soll- und Kann-Vorschriften sowie einer detaillierten Gesetzestabelle aller Bundesländer strategische Ansätze für Landkreise und Kommunen.

Über die REAB Nord

Die REAB Nord – das steht für Regionale Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement Nord – ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Sie berät und begleitet Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie die Städte Hamburg und Bremen/Bremerhaven, die ihre Bildungslandschaft durch datenbasierte Steuerung weiterentwickeln und dabei Antworten auf drängende Herausforderungen im Bildungsbereich finden möchten. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.