Bildungshaus Lurup

© DKJS/Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz

Bildungshaus Lurup
Zweiter Platz 2019

Ort: Hamburg-Lurup
Bundesland: Hamburg
Handlungsfeld: Chancengleichheit, Inklusion
Aktiv seit: 2007
Wirkungsradius: Großstadt

Kontakt: Bildungshaus Lurup, Ulrike Kloiber (Bildungshausleitung), ukloiber[@]bugenhagenschulen.de

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Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Hintergründe prägen das Bild des Hamburger Stadtteils Lurup. Die hier lebenden Familien stehen im Mittelpunkt der Angebote des Bündnisses. Das Bildungshaus Lurup engagiert sich vor allem für eine grundlegende Bildung aller Kinder im Quartier und fördert lebendige Inklusion. Das Bündnis ist ein Kooperationsmodell zwischen der staatlichen Schule Langbargheide und der Kindertagesstätte Moorwisch in der Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Zu den Partnerinnen und Partnern gehören zudem verschiedene soziale Einrichtungen wie der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), die Servicestelle Lurup Süd-Ost und die Hamburger Volkshochschule. Das Bildungshaus unterstützt Eltern und deren Kinder, indem es für einen unkomplizierten Übergang von der Kita zur Grundschule sorgt. Außerdem arbeitet das Bündnis mit dem Early-Excellence-Konzept, das Mütter und Väter bereits frühzeitig als gleichwertige Bildungspartnerinnen und -partner mit in die Arbeit einbindet. Im Bildungshaus gibt es für alle viel zu erleben, sei es bei der wöchentlichen Erkundungstour zum nahe gelegenen Bach im Rahmen einer „Bachpatenschaft“ oder beim gemeinsamen Kochen mit den Erwachsenen im Nachbarschaftstreff nebenan. Das sind nur einige der zahlreichen Angebote des Bildungshauses. Inklusion wird dabei großgeschrieben – so lernen hier alle Kinder gemeinsam und werden trotzdem individuell gefördert. Dafür stehen bei Bedarf nicht nur therapeutische Fachkräfte zur Verfügung, sondern auch drei Therapiehunde.

Das sagt die Jury

Das Bündnis strahlt mit seiner Arbeit in einem herausfordernden Sozialraum viel Optimismus und Hoffnung aus.

Dem Bündnis gelingt es, die vorhandenen Ressourcen beispielhaft zu nutzen und Kinder, Eltern und Fachkräfte durch vielfältige Formate und Aktionen zu beteiligen.

Das Bündnis zeigt, wie durch die enge Verzahnung der Institutionen Krippe, Kita und Grundschule sowie frühe Hilfen, Chancengleichheit hergestellt werden kann. Die Jury hebt besonders hervor, dass die Fachkräfte verbindliche Anker- und Ansprechpersonen für die Kinder über einen langen Zeitraum sind.

In diesem Bündnis kann man sehr gut erkennen, dass Qualität ein kontinuierlicher Prozess ist. Die Weiterentwicklung wird systematisch reflektiert, geplant und kooperativ umgesetzt, zum Beispiel durch eine umfassende Sozialraumanalyse. Nachdem das Bündnis bereits letztes Jahr unter den Finalisten war, ist für die Jury eine deutliche Weiterentwicklung erkennbar. Dieser Mut und dieses Engagement sind preiswürdig.