AWO Kita Marshallstraße

© DKJS/Jakob Erlenmeyer und Nikolaus Götz

AWO Kita Marshallstraße
Zweiter Platz 2021

Ort: Gießen
Bundesland: Hessen
Größe: 30 Kinder, 11 Mitarbeitende
Träger: AWO Gießen
Unsere Stärke: Partizipation, Gebärdenunterstützte Kommunikation, Medienbildung

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Die hessische Stadt Gießen ist geprägt von ihrer Universität, aber auch von ehemaligen Militärflächen, die zu Wohngebieten wurden. Wie die Marshallsiedung, wo die AWO KiTa Marshallstraße für Kinder unterschiedlicher Herkunft ein zweites Zuhause ist. Hier werden sie in ihren Besonderheiten und Rechten bestärkt. Ergänzend zu den vielen Muttersprachen hilft die Gebärdenunterstützte Kommunikation allen Kindern dabei, sich auszudrücken. Wenn ein Kind Regenbögen ans Fenster kleben oder sich mit Ameisen beschäftigen will, kann das zu einem mehrtägigen Projekt werden. Wer Interesse an neuen Medien zeigt, lernt gemeinsam mit den Fachkräften, wie man diese kreativ nutzen kann. In Patenschaften kümmern sich die Kinder selbst um Neuankömmlinge und übernehmen damit auch füreinander Verantwortung. Zudem bietet die Kita als Familienzentrum gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren diverse Spiel-, Freizeit und Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern im Stadtteil.

Das sagt die Jury

Die Fachkräfte besuchen die Kinder und ihre Familien schon vor der Eingewöhnung zuhause. Die Kita nutzt digitale Medien auf vielfältige Art. Gemeinsam engagieren sich die Fachkräfte in hohem Maße und mit vielfältigen Projekten im Sozialraum, indem sie sich beispielsweise für Menschen in Not und mit Fluchterfahrung einsetzen oder Familien bei der Bewältigung der Corona-Pandemie unterstützen.

Die Begründung unserer Jury in voller Länge

Die AWO-Kita Marshallstraße in Gießen ist geprägt durch eine Kultur des Miteinanders und der Vernetzung, bei der nicht nur die Kinder und ihre Persönlichkeitsentwicklung im Fokus stehen, sondern auch die Familien und Menschen im Umfeld der Kita.

Die pädagogische Arbeit der Fachkräfte ist Ausdruck einer konsequent stärkeorientierten Sichtweise auf Kinder. Ihr Ziel ist es, Kindern ein positives Selbstwertgefühl zu vermitteln, ihr Selbstbewusstsein zu fördern und sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen. Sie richten ihre Aktivitäten an den Themen und Interessen der Kinder aus, begleiten sie im Alltag und ermöglichen ihnen vielfältige Herausforderungen. Die Partizipation der Kinder und Eltern an der Gestaltung des Kita-Alltags werden konsequent ermöglicht, etwa indem Fachkräfte Kinder und ihre Familien schon vor der Eingewöhnung zuhause besuchen, aber auch durch die vielfältige Nutzung digitaler Medien.

Das Team reflektiert regelmäßig seine Arbeit und sucht gemeinsam immer wieder nach Antworten auf aktuelle Herausforderungen. Die Fachkräfte entwickeln dafür nicht nur ihre Konzeption kontinuierlich weiter, sondern auch ihr Handeln und ihre Kompetenzen. Die Leitung wirkt als Motivationsgeberin und bringt mit Unterstützung des Trägers neue Impulse in das Team ein. Gemeinsam setzen die Fachkräfte vielfältige Projekte im Sozialraum um und unterstützen Menschen in Not und mit Fluchterfahrung sowie Familien bei den Herausforderungen der Corona-Pandemie.